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Ausgleichszulage

Ziel dieser Fördermaßnahme ist, die landwirtschaftliche Flächennutzung auch dort zu erhalten, wo sie Nachteile aufgrund ungünstiger natürlicher oder sonstiger Bedingungen hat. Derartige Nachteile haben die Betriebe in Niedersachsen und Bremen, die in benachteiligten Gebieten Dauergrünland bewirtschaften.

Zielsetzung

Eine nachhaltige Bewirtschaftung von Dauergrünland in benachteiligten Gebieten ist für Bewirtschafter oft mit Einkommensverlusten und zusätzlichen Ausgaben verbunden. Mit diesem Förderinstrument sollen derartige standortbedingte Wettbewerbsnachteile ausgeglichen werden, um folgende übergeordnete Ziele zu erreichen:

  • Gewährleistung des Fortbestandes der landwirtschaftlichen Bodennutzung und Erhalt der bäuerlichen Struktur in diesen Gebieten,
  • Erhalt der Grünlandflächen in Niedersachsen,
  • Unterstützung nachhaltiger Bewirtschaftungsformen, im Sinne des Umweltschutzes.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen (Grünland) in benachteiligten Gebieten. Dies sind auf Basis von bestimmten Kriterien festgelegte Gebiete, für die sich aus naturbedingten Gründen (z. B. klimatische Bedingungen oder Bodenbeschaffenheit) Nachteile für die Bewirtschaftung ergeben. Für 2018 sieht das EU-Recht eine neue Abgrenzung der benachteiligten Gebiete vor.

Wie wird gefördert?

Zum Ausgleich von Einkommensverlusten werden Zulagen gezahlt. Die Höhe der Zulage ist abhängig von der bewirtschafteten Grünlandfläche des Betriebs im benachteiligten Gebiet:

  • 45 Euro / ha für die Flächen bis einschließlich 30 ha
  • 35 Euro / ha für die Flächen über 30 ha und bis einschließlich 50 ha
  • 25 Euro / ha für die Flächen über 50 ha und bis einschließlich 100 ha Die Mindestförderung beträgt 250 Euro (mindestens 5,56 ha), die Höchstförderung ist auf 3.300 Euro (maximal 100 ha) begrenzt.

Fördervoraussetzungen

Eine Förderung ist nur in naturbedingt oder aus anderen Gründen als benachteiligt eingestuften Gebieten möglich. Diese sind in der AGZ-Gebietskulisse festgehalten.

Entsprechende Flächen müssen mindestens einmal jährlich (bis zum 30. September) durch Mahd und/oder Beweidung genutzt werden.

 


Kontakt:
Christof Mietkowski
Direktzahlungen, Agrarumweltmaßnahmen


Stand: 20.01.2017