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Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)

Zur Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, besonders umweltschonenden, besonders tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft fördern die Länder Niedersachsen und Bremen unter finanzieller Beteiligung der EU investive Maßnahmen in landwirtschaftlichen Unternehmen.

Dabei sind Vorhaben förderfähig, die besondere Anforderungen in den Bereichen Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutz sowie bei Stallbauinvestitionen zusätzlich im Bereich Tierschutz erfüllen.
 

Die Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von Tierplätzen ergeben sich aus der Anlage 1 zur AFP-Richtlinie. Eine erhöhte Förderung erhält, wer die darüber hinausgehenden Anforderungen der niedersächsischen Anlage 2 erfüllt. Für alle Tierarten sind auch mobile Ställe förderfähig, sofern sie die genannten Anforderungen erfüllen.

Für viehhaltende Betriebe gilt, dass

- der Viehbestand nach Durchführung der Investition 2,0 GV/ha LF nicht überschreiten darf,

- bestimmte Obergrenzen bei den Tierzahlen eingehalten werden müssen (neu in 2018: 600 statt 300 Rinder über 6 Monate),

- eine Güllelagerkapazität für mindestens 9 Monate vorhanden sein muss.

Diese Verpflichtungen sind über 5 Jahre einzuhalten.
 

Ein entsprechendes Berechnungsformular für die vorgenannten Bedingungen, eine Übersicht zu den Tierzahlobergrenzen sowie die Anlagen 1 und 2 finden Sie unten.

Bei Maßnahmen zum Umwelt- oder Klimaschutz muss eine Verbesserung gegenüber dem Standard um mindestens 20 % durch ein entsprechendes Gutachten belegt werden. Bei Gülle- und Festmistlagern sowie Fahrsiloanlagen wird dies ohne Nachweis als gegeben angesehen. Gülleausbringungsgeräte zur Direkteinarbeitung mit und ohne Tankwagen (einschl. „Verschlauchungsverfahren“) sowie vom Julius Kühn-Institut (JKI) geprüfte und anerkannte Pflanzenschutzgeräte sind förderfähig, sofern sie eine Mindestauslastung erreichen. Eine Liste der vom JKI für das AFP anerkannten Pflanzenschutzgeräte (Liste AFP Foerderung.xlsx) finden Sie hier.

Auch Geräte zur mechanischen Unkrautbekämpfung können bezuschusst werden, sofern sie über eine elektronische Reihenführung (mittels GPS, Ultraschall oder optischer Sensoren) verfügen und eine Mindestauslastung von 11 ha pro m Arbeitsbreite im antragstellenden Betrieb erreichen.

Mithilfe eines Punktesystems wird eine Rangfolge aller Anträge gebildet. Dabei sind die Auswahlkriterien so gewichtet, dass sie der Erreichung der Ziele des Programms dienen.

Das Antragsverfahren 2018 wurde auf der Grundlage der beigefügten Richtlinie durchgeführt. Ein neues Antragsverfahren wird es erst wieder in 2019 geben. Inwieweit sich die Förderbedingungen ändern, ist noch nicht absehbar. Wir verweisen deshalb zunächst auf die derzeit geltenden Bestimmungen, die Sie im Downloadbereich finden.

Darüber hinaus stehen Ihnen als Ansprechpartner die örtlichen Dienststellen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Verfügung.


Kontakt:
Angela Künnemann
Leiterin Sachgebiet Zentrale Bewilligungsstelle Agrarinvestitionen, Innovation und Tierwohl
Telefon: 0441 801-330
Telefax: 0441 801-205
E-Mail:


Stand: 09.05.2018



PDF: 22523 - 8.814453125 KB   Tierzahlobergrenzen   - 9 KB  
XLSX: 28349 - 155.193359375 KB   Investitionskonzept 2017   - 155 KB  
PDF: 27470 - 663.325195312 KB   Anhang | Produkte.pdf   - 663 KB