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Korrekturen der gemeldeten Flächen zum Anbau von Zwischenfrüchten/Untersaaten nach Abgabe des Sammelantrages

Bei den Agrarumweltmaßnahmen AL21 und AL22 beginnt die Umsetzung der Verpflichtung (Anbau der Zwischenfrucht im Herbst) erst deutlich nach Abgabe des Sammelantrages, deswegen sind nachträgliche Änderungen der beantragten ZF-Flächen möglich.

Die Änderungen sind unter folgenden Voraussetzungen nach Abgabe des Sammelantrages zulässig:

  1. Die Änderungen können sich ausschließlich auf Schläge beziehen, die fristgerecht bzw. bis zum Ende der Nachfrist im Sammelantrag gemeldet waren.
     
  2. Die Änderungsmitteilung wird vom Antragsteller schriftlich per Post oder per Fax zwingend bis zum 04.10. des Jahres angezeigt. Später eingehende Änderungen werden nicht mehr für die Zahlung, sondern nur noch für die Berechnung der 5% Grenze berücksichtigt (s. unten).
     
  3. Die Änderung darf nur im beantragten Umfang berücksichtigt werden, es ist keine Erhöhung der beantragten AUM-Fläche zulässig.

    Beispiel: Wenn in der Anlage 2 zum Sammelantrag zum 17.05.2016 insgesamt 10,0000 ha bei AL21 beantragt wurden, dann sind auch nach Änderungsmitteilung max. 10,0000 ha zur Auszahlung zulässig. Lediglich die Lage der Antragsflächen darf sich ändern.

AL2-Antragsteller (AL21, AL22) sind verpflichtet, jährlich auf mindestens 5% der Ackerfläche  des Betriebes in Niedersachsen und Bremen Zwischenfrüchte oder Untersaaten anzubauen. Dabei werden ZF-Flächen, die nur als ÖVF beantragt werden, zur Erfüllung der 5% - Grenze bei AL2 herangezogen.

Antragsteller, die keine ausreichende (<5%) oder keine Fläche für Zwischenfrucht (AUM oder öVF) angemeldet haben, sollten prüfen, ob noch ZF-Flächen zur Erfüllung der 5%-Grenze nachgemeldet werden können. Anderenfalls droht ihnen eine Rückforderung.
Bei AL2-Antragstellern ohne ZF-Flächen im ersten Verpflichtungsjahr (Anbau 2016/2017) wird die Bewilligung aufgehoben.

Werden nach dem 4.10.2016 ZF-Flächen nachgemeldet, werden sie bei der Zahlung nicht berücksichtigt, sie können nur zur Berechnung der 5%-Grenze herangezogen werden. Das gilt auch für bei einer VOK nach dem 4.10.2016 nachgemeldeten ZF-Flächen.

Unter den gleichen Voraussetzungen können ebenfalls Mais-Flächen bei der Fördermaßnahme AL5 „Verzicht auf Bodenbearbeitung nach Mais“ bis zum 4.10.2016 nachgemeldet werden, wenn diese fristgerecht im Sammelantrag gemeldet waren.

Modifikationsantrag für Ökologische Vorrangflächen (öVF)
Antragsteller, die Direktzahlungen  beantragen, sind durch Greening grundsätzlich verpflichtet, jährlich 5% der Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche (ÖVF) auszuweisen. Es ist nun möglich,  ZF-Flächen als öVF nachzumelden, die im Sammelantrag am 17.05. nicht als öVF gemeldet wurden. Diese Nachmeldung ist mit dem Modifikationsantrag bis spätestens zum 4.10.2016 bei der Bewilligungsstelle abzugeben.

Link zum Modifikationsantrag
http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/foerderung/nav/19/article/29677.html


Kontakt:
Christof Mietkowski
Direktzahlungen, Agrarumweltmaßnahmen


Stand: 07.09.2016