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Das Projekt greenGain - Regionale Energie aus der Landschaftspflege

Das Projekt greenGain hat sich zum Ziel gesetzt die energetische Verwertung regionaler und lokaler Biomasse aus Landschaftspflegemaßnahmen in ganz Europa zu stärken. Das EU Programm Horizont 2020 sichert die vollständig Förderung des Projektes, das im Januar 2015 begonnen hat und über drei volle Jahre läuft. Mit dem Geschäftsbereich Forstwirtschaft ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen einer von acht technischen Partnern, welche durch die bundeseigene Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geleitet und koordiniert werden. Neben dem dritten deutschen Partner (SYNCOM) sind auch Organisationen aus Spanien (CIRCE, OMEZYMA), Italien (SOGESCA, CM-ACT) und der Tschechischen Republik (CZ Biom) dabei, jeweils mit konkreter regionaler Anbindung in den einzelnen Ländern (siehe auch PDFs unten).

Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren

Die Zielgruppe im Projekt greenGain sind regionale Akteure, welche Landschafspflegemaßnahmen durchführen und die daraus anfallenden Biomasse energetisch nutzen. Dies bedeutet, dass die Zusammenarbeit mit Landwirten, Waldbesitzern, Unternehmern, NGOs, Energieproduzenten- und Nutzern angestrebt wird. Private und öffentliche Akteure so wie Interessenvertreter werden im Rahmen des Projektes dabei unterstützt Energieprojekte zu entwickeln, welche den Zielen von EU 2020 – 2030 entsprechen. Hierfür beschäftigt sich greenGain vertieft mit der Planung, der Ernte, dem Transport, der Verarbeitung (z.B.: Trocknung, Aufbereitung), der Energieumwandlung und den finanziellen Rahmenbedingungen bei der Nutzung von Biomasse aus Landschaftspflegemaßnahmen in den beteiligten Projektregionen.

 

Öffentlich zugängliche Ergebnisse

Die erarbeiteten Resultate werden in Berichten und einer Datenbank mit bewährten Verfahrensweisen dargestellt, nach Versorgungsketten kategorisiert und mit Angaben zu messbaren Größen wie Zeit, Energie und Kostenaufwand ergänzt. Da die betrachtete Biomasse oft durch Arbeit mit öffentlichem Interesse oder durch einen öffentlichen Auftrag anfällt, werden zudem, unter Berücksichtigung der bereits vorherrschenden Nutzung der Biomasse, die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet.

 

Zu erreichende Ziele

Am Ende der Projektlaufzeit möchten die beteiligten Partner lokale Energieplanungsprozesse gestärkt, Werkzeuge für eine aktive und unterstützende Gesellschaft (öffentliche Treffen, Kommunikation, Wissensverbreitung) eingeführt und eine Wissensplattform mit gut funktionierenden Praxisbeispielen entwickelt haben. Genauere Informationen zu einzelnen Arbeitspaketen, erarbeitete Resultate, dem Projektfortschritt, die Anmeldung für den Newsletter, Kontakte und aktuelle Events finden Sie auf der offiziellen Projektseite.

 


Zwei Modellregionen in Niedersachsen

Die Landwirtschaftskammer wird schwerpunktmäßig die langjährige Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rotenburg (Wümme) und der dort bereits 2007 gegründeten Bioenergie-Initiative fortsetzen. Zusätzlich ist der Landkreis Friesland mit im Boot, da dort erfolgreich seit Jahren an einem Programm zur Pflege und Wiederherstellung der Wallhecken im Rahmen sowohl eines Landesprogrammes als auch einer Kreisinitiative teilgenommen wird. In beiden Landkreisen ist mit einem erheblichen Potenzial aus der Pflege der vorhandenen Hochmoorflächen zu rechnen und in Rotenburg (Wümme) wird zudem die Nutzung von Straßenbegleitgehölz genauer betrachtet. Je nach der temporären Belastung der eingebundenen Mitarbeiter der Landkreise und anderer regionaler Akteure kann der Schwerpunkt der Projektarbeit während der Projektlaufzeit flexibel in die eine oder andere Region gelegt werden.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Typen der Landschaftspflege in den Projektregionen und Ideen für die Aktionen auf regionaler Ebene finden Sie in den jeweiligen Beschreibungen der Landkreise Friesland und Rotenburg (Wümme).

Über Ergebnisse und Empfehlungen wird die Landwirtschaftskammer auf ihrer Homepage und über andere Medien berichten. Die beteiligten regionalen Akteure haben ebenfalls die Möglichkeit, über ihre Kommunikationskanäle zur Verbreitung der Projektergebnisse beizutragen. Mehr Details zu greenGain, sowie die Anmeldung für einen zweimal im Jahr erscheinenden Newsletter finden Sie auf der offiziellen Projektseite.

 

Dieses Projekt wird durch das Förderprogramm Horizont 2020 der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, techologische Entwicklung und Demonstration mit der Fördernummer 646443 finanziert.

 


Kontakt:
Aline Clalüna
Projekt greenGain
Telefon: 0511 3665-1443
Telefax: 0511 3665-1513
E-Mail:
Carsten Brüggemann
Berater Energietechnik
Telefon: 0511 3665-4411
Telefax: 0511 3665-4537
E-Mail:


Stand: 10.08.2016



PDF: 25184 - 476.865234375 KB   Das Projekt greenGain   - 477 KB  
PDF: 25185 - 478.475585938 KB   The greenGain project   - 478 KB