Webcode: 01031923

Forstbetriebsgutachten-Solide Planungsgrundlage für den privaten Waldbesitzer

Die Wertschätzung für den Rohstoff „Holz“ ist in den letzten Jahren stark gestiegen. In Deutschland wird dieses „Naturprodukt“ nachhaltig erzeugt. Das bedeutet, es wird nur soviel (oder weniger) Holz eingeschlagen, wie nachwächst.
Doch woher weiß der private Forstbetrieb, wie viel Holz in seinem Wald steht, zuwächst und welche Mengen dauerhaft genutzt werden können?
Private Forstbetriebe jeder Größe, können sich durch die Landwirtschaftskammer eine Zusammenstellung ihrer Wald-Strukturdaten, das sogenannte Forstbetriebsgutachten, erstellen lassen. Der Betriebsinhaber erhält damit einen Überblick über den aktuellen Aufbau seines Waldes. Die Baumartenverteilung, der Altersaufbau, Holz-Vorräte und Zuwachserwartungen werden in anschaulichen Grafiken und in tabellarischer Form dargestellt.
 

Bild 1: Zielstärke

Für jeden Waldbestand wird eine detaillierte Übersicht der Bestandesdaten mit Dringlichkeitsstufe für Durchforstungs-, Pflege- oder Erntemaßnahmen aufgestellt. Damit können der Betriebsinhaber und der forstliche Betreuer die zeitliche Reihenfolge für die Maßnahmen besser planen und steuern. Dem Gutachten ist eine Forstbetriebskarte beigefügt, die sämtliche Abteilungen und Unterabteilungen des Betriebes nach Hauptbaumart und Altersklasse farbig darstellt.
Die Forstflächen werden zunächst mit dem aktuellen Liegenschaftskataster abgeglichen.
Mit Hilfe von digitalen Luftbildern (sogenannten „Orthofotos“) wird der Betrieb „vorinterpretiert“. Dabei wird die Einteilung der Bestände in Abteilungen und Unterabteilungen, die Unterscheidung von Holzboden- (mit Bäumen bestockte Flächen) und Nichtholzboden (dauerhaft unbestockte Waldnebenflächen) vorgenommen oder aktualisiert.
Mit dieser Arbeitskarte geht der Forsteinrichter (Taxator) durch die Bestände. Er ermittelt die vorkommenden Baumarten, Mischungsanteile, Alter, Leistungs- und Wertklassen und den Bestockungsgrad (Dichtstand der Bäume). Vor den Außenaufnahmen wird eine Besprechung mit dem Waldbesitzer/forstlichen Betreuer durchgeführt.








Grafik 1: Baumartenverteilung nach Altersklassen        Bild 2: Waldaufnahme


Aus den erhobenen Bestandesmerkmalen werden anhand von Berechnungstabellen die vorhandenen Holzmassen und die daraus resultierenden nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten ermittelt. Für den 10-Jahreszeitraum ergibt sich ein Vorschlag für eine waldbaulich sinnvolle Gesamtnutzungsmenge.
Daneben wird  nach den Vorgaben der Finanzverwaltung ein steuerlicher Nutzungssatz ermittelt. Dieser dient nach Anerkennung durch die Oberfinanzdirektion als Grundlage für die Berechnung von Steuervergünstigungen nach Schadereignissen.
Die Ergebnisse und Darstellungen des Forstbetriebsgutachtens werden dem Waldbesitzer im Rahmen einer Abschlussbereisung ausführlich dargestellt und erläutert.
Der Betriebsinhaber erhält ein gebundenes Werk mit Tabellen, Grafiken und einer Betriebskarte, somit ein gutes Hilfsmittel für die nachhaltige Bewirtschaftung seines Waldes in den kommenden 10 Jahren.


Kontakt:
Uwe Bohnhorst
Planung für Wald u. Umwelt - Forsteinrichtung
Telefon: 0511 3665-1362
Telefax: 0511 3665-1513
E-Mail:
Martin Hillmann (Fachbereichsleiter)
Forsteinrichtung, Waldinventur
Telefon: 0511 3665-1441
Telefax: 0511 3665-1513
E-Mail:


Stand: 17.02.2017