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Förderung eines Forschungsverbundprojektes auf dem Gebiet der Torfersatzstoffe im Gartenbau

Eine der Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Kultur von Pflanzen ist die Verwendung eines Substrates mit möglichst günstigen physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften. Diese Voraussetzung wird insbesondere durch Substrate auf Torfbasis erfüllt.
Die Lehr- und Versuchsanstalten für Gartenbau in Rostrup und Hannover-Ahlem sind eingebunden in ein Forschungsprojekt zur Suche nach geeigneten Torfersatzstoffen im Gartenbau.


Einleitung und Problemstellung

Eine der Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Kultur von Pflanzen ist die Verwendung eines Substrates mit möglichst günstigen physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften. Diese Voraussetzung wird insbesondere durch Substrate auf Torfbasis erfüllt. Die Mehrzahl der im Gartenbau verwendeten Substrate besteht daher ganz aus Torf oder aus Mischungen, die einen großen Anteil Torf beinhalten. Torf stellt in Deutschland allerdings eine endliche Ressource dar und der Abbau von Torf setzt CO2 und Methan frei. Umweltpolitisch ist die Erhaltung bzw. Renaturierung von Torf(abbau)flächen vor allem aus Gründen des Klimaschutzes gewünscht und auch schon vorgeschrieben. Daher stellt sich die Frage, ob Ersatzsubstrate bzw. Substratmischungen aus regenerativen Materialien zur Verfügung stehen, die möglichst ohne Torf oder zumindest torfreduziert eine sichere Produktion im Gartenbau ermöglichen.

Schon heute wird der Torfanteil in Erden und Substraten für den gartenbaulichen Bereich durch den Einsatz anderer Substratausgangsstoffe reduziert. Insbesondere der Einsatz von heimischen, nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfasern, Rindenhumus und teilweise auch von Kompost bietet diesbezüglich ein wirksames Potenzial im Hinblick auf den Torfersatz. Ziel der Landesregierung ist es, für den niedersächsischen Produktionsgartenbau unter Berücksichtigung der kulturbezogenen Anforderungen eine Minimierung des Torfeinsatzes um 25 % bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Dieses Ziel soll im Rahmen einer Selbstverpflichtung und in enger Kooperation mit den betroffenen Akteuren erreicht und durch geeignete Maßnahmen begleitet werden.
 

Zielsetzung des geplanten Projektes

Ziel des geplanten Projektes ist es, aufbauend auf den Ergebnissen einer Vorstudie, weiterführende Untersuchungen mit verschiedenen Torfersatzstoffen in Gemüse- und Zierpflanzen sowie Baumschulgehölzen durchzuführen. Potenziale und Grenzen der eingesetzten Materialien sollen ermittelt werden und weitere Fragen zur Haltbarkeit sowie zu Kulturmaßnahmen und Ansprüchen insbesondere empfindlicher Kulturen geklärt werden. Eine Praxisphase in gärtnerischen Betrieben soll sich zur Evaluierung anschließen. Darüber hinaus soll der Ausbau der Internetdatenbank und die Datenrecherche und -sammlung fortgeführt werden.

Neben der Prüfung der Eignung vorhandener und potenzieller Torfersatzstoffe soll das Projekt auch den Transfer von Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis (Beratungstätigkeit/Betriebsbetreuung) sowie Handlungsempfehlungen für eine aktive Steigerung der Akzeptanz von Torfersatzstoffen beinhalten.

Umgesetzt wird das mehrjährige Verbundprojekt mit einem koordinierenden Antragsteller (LWK Niedersachsen, Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Bad Zwischenahn -Baumschule-) und mehreren Partnern (Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Hannover Ahlem -Zierpflanzenbau- sowie Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme -Gemüsebau- der Leibniz Universität Hannover) sowie weiteren Unterauftragnehmern (Gartenbaubetriebe, Gartenbauberatungsring, Substrathersteller).
 

Projektlaufzeit

Anfang März 2016 bis Ende Februar 2019
 

Förderung

Das Projekt wird mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt TeiGa finden Sie im Portal Gartenbau unter TeiGa - Torfersatzstoffe


Kontakt:
Dr. Gerlinde Michaelis
Leiterin Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Bad Zwischenahn
Telefon: 04403 9796-50
Telefax: 04403 9796-10
E-Mail:
Mario Reil
Projektkoordinator
Telefon: 04403 9796-47
Telefax: 04403 9796-10
E-Mail:


Stand: 13.09.2017