Deutsche Genbank Rhododendron: Wissenswertes über Pflanzung und Pflege von Rhododendron
Nicht nur die Sammlungen der Deutschen Genbank Rhododendron tragen zum Erhalt der Rhododendron-Vielfalt in Deutschland bei. In vielen privaten Gärten gedeiht diese ebenso üppig. Was gilt es dafür zu beachten? Wir geben Ihnen einige Anhaltspunkte.
Standortbedingungen
Ausgehend von ihren Naturstandorten bevorzugen Rhododendron gemäßigte Klimate. Ideale Standorte zeichnen sich durch eine hohe relative Luftfeuchte, kühle, feuchte Sommer und kurze Kälteperioden mit wenig Frost im Winter aus. Bei der Auswahl von Arten und Sorten ist vor allem auf die Frosthärte, die sehr unterschiedlich sein kann, zu achten.
Rhododendron brauchen einen vor austrocknenden Winden geschützten Standort. Vor allem bei Immergrünen ist der Windschutz im Sommer sowie im Winter sehr wichtig, da sie ständig Wasser verdunsten. Zum Ausgleich des Wasserverlustes brauchen sie eine ausreichend hohe Luft- und Bodenfeuchtigkeit.
Der optimale Boden für Rhododendron sollte humushaltig und locker sowie wasser- und luftdurchlässig sein. Das dichte, feine Wurzelwerk der Rhododendron ist überwiegend in der obersten humosen Schicht des Bodens zu finden. Ein durch Verdichtung und Staunässe hervorgerufener Sauerstoffmangel an den Wurzeln kann zum Absterben der Rhododendron führen. Auch fördern staunasse Bedingungen den Befall mit Krankheitserregern, wie z: B. Phytophthora.
Wichtig ist der pH-Wert des Bodens. Optimale pH-Werte liegen im sauren Bereich zwischen 4,0 und 5,0. Ab einem Wert von pH 6,0 lässt das Wachstum der Pflanzen deutlich nach, es kommt zu Wuchsdepressionen und Chlorosen an den Blättern.
Pflanzung
Die beste Zeit für die Pflanzung von Rhododendron erstreckt sich von Anfang September bis Mitte November und von Anfang März bis Mitte Mai. Ein Vorteil der Herbstpflanzung ist die schnellere Wurzelneubildung. Die Pflanzgrube sollte etwa die 3fache Größe des Wurzelballens aufweisen. Für die Pflanzung wird der Bodenaushub im Verhältnis 1:1 mit durchfeuchtetem Torf vermischt. Nach dem Einsetzen der Pflanze wird die Erde um den Ballen verteilt. Dabei sollte der Rhododendron genau so tief platziert werden, wie er vorher in der Baumschule stand. Eine tiefere Pflanzung führt zu Luftmangel und zur Hemmung der Wurzelentwicklung. Das Antreten der Erde darf nur leicht erfolgen. Für die ersten Wochen des Anwachsens ist es sinnvoll, einen Gießrand um die Pflanzen aufzuschütten. Damit wird die Bewässerung effektiver, die vor allem bei Trockenheit in den nachfolgenden Tagen/Wochen wiederholt werden muss.
Pflegemaßnahmen
Besonders während der Wachstumsperiode von April bis Oktober brauchen Rhododendron eine langsam fließende, gleichmäßig dosierte Nährstoffzufuhr. Die erste Düngung im Frühjahr sollte 3-4 Wochen nach der Pflanzung erfolgen. Bei mineralischer Düngung sind chloridarme Volldünger mit Spurenelementen zu bevorzugen. Auch organische Düngemittel sind geeignet.
Zur Pflege gehört das rechtzeitige Entfernen der verblühten Blütenstände durch vorsichtiges Ausbrechen. Vor allem junge Pflanzen würden unnötig geschwächt werden, wenn nach der Blüte die Entwicklung der Samenkapseln beginnt. Beim Ausbrechen ist darauf zu achten, dass die sich unmittelbar neben oder unter den Blüten entwickelnden Neutriebe unbeschadet bleiben. Bei Pflanzen ab 1,5 bis 2 m Höhe kann diese Arbeit unterbleiben.
Während Trockenperioden, vor allem von Juni bis September, muss der Boden ausreichend bewässert werden. Dies sollte möglichst morgens oder abends geschehen, da dann am wenigsten Wasser durch Verdunstung verloren geht.
In der Regel brauchen Rhododendron keinen Rück- oder Formschnitt, da sie sich selbst zu gut geformten Pflanzen aufbauen. Die Rückschnittverträglichkeit ist auch sortenabhängig, nicht alle vertragen sie problemlos. Sind Schnittmaßnahmen unbedingt notwendig, z. B. aus Platzgründen oder infolge eines Bruchschadens, sollten diese am besten im zeitigen Frühjahr Anfang März erfolgen. Um einen möglichen Totalausfall der Pflanze zu vermeiden, sollte diese auf jeden Fall gesund sein.
Winterschutz
Immergrüne Rhododendron schützen sich durch Einrollen der Blätter im Winter vor Verdunstung. Bei anhaltenden Frösten sind die Pflanzen nicht in der Lage, das aus den Blättern verdunstende Wasser über den gefrorenen Boden zu ersetzen. Schattieren der Pflanzen mit z. B. Zweigen von Nadelgehölzen, mit Schilfmatten oder Schattiergeweben kann empfindlicheren Arten und Sorten zusätzlichen Schutz bieten.
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In der Deutschen Genbank Rhododendron wird die Vielfalt der in Deutschland vorkommenden Rhododendron-Sorten und Wildarten erhalten. Informationen über dieses sammlungsübergreifende Erhaltungsnetz für Rhododendron finden Sie mit folgendem Link: Vielfalt erhalten: die Deutsche Genbank Rhododendron






