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Nachhaltige Energie aus Moorflächen

Im Rahmen des Projektes greenGain hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Nutzung von Biomasse aus der Pflege von bewaldeten Moorflächen in den Landkreisen Friesland und Rotenburg (Wümme) genauer betrachtet. Das bei der Pflege anfallende Material kann verwendet werden, um Energie zu produzieren und somit zu den Klimaschutzzielen der EU beizutragen.

 

Für die Arbeit von greenGain liegt das Interesse auf bewaldeten Moorflächen, die auch unter Naturschutz und/oder in Natura 2000-Gebieten sein können. Auf diesen sind zum Teil Pflegemaßnahmen notwendig, um interne Entwässerungseffekte, und dadurch den Verlust des typischen Moorcharakters, durch Bäume zu minimieren. Vorherrschende Arten sind Birken (Betula), Waldkiefer (Pinus sylvestris), Mehlbeeren (Sorbus) und Eichen (Quercus). In den Projektregionen sind die Moore im Besitz des Landes Niedersachsen, den Landkreisen oder privaten Eigentümern.

 

Schwer zugänglich

Die Bereiche sind meist nur unter guten Bedingungen und in geringem Umfang mit Maschinen zugänglich. Oft ist der Zugang aufgrund der hohen Wasserstände und alten Torfstichen sogar mit Handgeräten schwierig. In der Regel wird für Eingriffe auf Moorflächen eine Kombination aus manuellen und mechanischen Erntetechniken verwendet.  Mit Kettensägen wird das Gehölz geschnitten und mit einer Axt oder hydraulischem Spalter weiterverarbeitet. Meist ist die zur Verfügung stehende Technologie jedoch nicht ausreichend an die schwierigen Standorte angepasst.

 

Spezielles

In manchen Fällen in denen die Moorflächen Eigentum des Staates sind, gibt es eine separate Verwaltung mit Mitarbeitern und spezieller Ausrüstung, die die Pflege in einem begrenzten Umfang durchführen können (Moorverwaltung, hier nur im Falle des Landkreises Friesland). Zum Teil wir die holzige Vegetation auf Moorflächen auch mit Hilfe von Schafherden in Schach gehalten, diese werden jedoch oft durch "normale" Pflegeeingriffe unterstützt. Bei der Arbeit auf Moorflächen ist auf die öffentliche Wahrnehmung zu achten, da Pflegemaßnahmen zu starker Kritik in der Bevölkerung führen könnten.

 


 

Alle Ergebnisse des Ende Juni 2016 veröffentlichen Status quo Berichtes des Projektes greenGain können im untenstehenden Dokument (englisch) oder auf der Domäne bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen nachgelesen werden.

 


 

Dieses Projekt wird durch das Förderprogramm Horizont 2020 der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration mit der Fördernummer 646443 finanziert.

Kontakt:
Aline Clalüna
Projekt greenGain
Telefon: 0511 3665-1443
Telefax: 0511 3665-1513
E-Mail:


Stand: 11.10.2016