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Online Datenbank zu Politik, Finanzierung und Vorschriften für die Energieproduktion aus Landschaftspflegematerial

Ein Ziel von greenGain ist es, die regionale, nationale und EU-Politik zur energetischen Nutzung von Landschaftspflegematerial durch eine umfassende Analyse der rechtlichen, politischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu stärken.

Im Rahmen einer breiten Recherche von Literatur und digitalen Ressourcen konnten die greenGain Projektpartner, darunter die LWK, einen umfassenden Überblick über politische, finanzielle und rechtliche Aspekte von Biomasse aus der Landschaftspflege in der EU erhalten. Dabei wurden potenzielle Treiber und Barrieren bei der Umsetzung von Produktionsketten für die energetische Nutzung von Landschaftspflegematerial identifiziert. Dies soll zur Lösung der wichtigsten Engpässe in regionalen, nationalen und EU-Vorschriften und -strategien beitragen.

Für jedes EU-Land wurden die bedeutendsten Richtlinien, Gesetze und Unterstützungsprogramme gesucht und aufgezeigt. Dazu wurden:

  • regionale, nationale und EU-Rahmenbedingungen sowie finanzielle Barrieren und Brücken zu den entsprechenden Lieferketten abgebildet.
  • die Verfügbarkeit regionaler (erneuerbare) Energiepläne und die Einbeziehung von Landschaftspflegematerial in die aktuelle Regionalplanung in den Zielländern überprüft.
  • bestehende Strukturen und Instrumente für eine verantwortungsvolle Regierung zur Vermeidung und Minderung von Konflikten bei Biomasseprojekten wiedergeben.

Die jüngsten Auswirkungen dieser Rahmenbedingungen auf die einzelnen Elemente der Versorgungskette (Ernte, Verarbeitung, Logistik und Transport, etc.) wurden analysiert. Folgende Bereiche wurden bei der Bewertung berücksichtigt:

  • (erneuerbare) Energiepolitik
  • Umweltpolitik (z. B. Luftreinhaltung und -kontrolle)
  • Abfallwirtschaftspolitik im Zusammenhang mit Biomasse-Rohstoffen
  • Naturschutzrecht
  • städtische Landschaftsgestaltung
  • ländliche Entwicklung

 

Ergebnisse

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass alle europäischen Länder den Energieverbrauch aus Biomasse in ihren nationalen Gesetzen integriert haben und unterschiedliche Einspeisetarife zur Unterstützung dieser Art von erneuerbarer Energie zur Verfügung stellen. Es gibt verschiedene politische Strategien, um den Energieanteil aus erneuerbaren Ressourcen im Gesamtenergieverbrauch zu erhöhen. Allerdings ist festzuhalten, dass sich die Politiken und Finanzplänen im Zusammenhang mit Biomasse in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich entwickelt haben. Einige Länder, z.B. Frankreich und Deutschland, haben ausführliche politische Grundlagen zu den erneuerbaren Energien und mehr finanzielle Instrumente im Zusammenhang mit Biomasse-Rohstoffe als andere europäische Länder wie z.B. Griechenland und Kroatien.

In den meisten Ländern ist das Management und die Nutzung von Biomasse aus der Landschaftspflege Teil des Umwelt- und Abfallwirtschaftsgesetzes. Die Definition dieses Materials als Abfall ist eine entscheidende Barriere für die Nutzung zur Energieerzeugung. Zudem gibt es kein Politik-, Rechts- oder Finanzierungsinstrument in Europa, das sich ausschließlich mit Landschaftspflegematerial und seinem Einsatz für die Energieproduktion beschäftigt.

 


Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Situation in Deutschland findet sich im Artikel „Rechtliche und politische Rahmenbedingungen bei der energetischen Nutzung von Biomasse aus der Landschaftspflege in Deutschland“.


 

Datenbank

Die ausgearbeitete Datenbank mit den Informationen zu Richtlinien, Finanzierungsinstrumente und gesetzliche Regelungen der einzelnen Länder ist auf der greenGain Informationsplattform öffentlich zugänglich.

Es handelt sich um mehr als 300 Einträgen und mehr als 100 Auszügen, die die gesammelten Dokumente beschreiben. Die Unterlagen können nach Interesse mit Stichworten (z.B. „Political Strategies“, „Legal Regulations“, „Finance Tools“, etc.) gefiltert werden. Der Umfang der Datenbank und die Anzahl der Auszüge ist von der Qualität und Quantität der Literatur in den jeweiligen EU-Ländern abhängig. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Regelungen, Gesetze oder Finanzinstrumente übersehen wurden.

 

Dieses Projekt wird durch das Förderprogramm Horizont 2020 der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration mit der Fördernummer 646443 finanziert.

 


Kontakt:
Aline Clalüna
Projekt greenGain
Telefon: 0511 3665-1443
Telefax: 0511 3665-1513
E-Mail:


Stand: 28.07.2017