Webcode: 01031455

Oldenburger Wirtschaftskammern zu Ausbildung und Integration

Beschulung von Flüchtlingen nicht zu Lasten des dualen Systems

Oldenburg. Die drei Oldenburger Wirtschaftskammern – Handwerkskammer Oldenburg, Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Oldenburgische Industrie- und Handelskammer – sprechen sich für die Entwicklung einer abgestimmten regionalen Strategie zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung aus. Sie müsse alle örtlichen Akteure einbinden. Die hierfür in den Gebietskörperschaften notwendigen Ressourcen müsse das Land Niedersachsen bereitstellen, hieß es bei einem Treffen der Spitzen der Kammern.

Bevor in den nächsten sechs bis zwölf Monaten der Zustrom geflüchteter Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt spürbar ansteige, gehe es derzeit vor allem um Spracherwerb und Kompetenzfeststellung. Hier kritisieren die drei Kammern, dass sich derzeit in der Region unterschiedliche Modelle abzeichneten: So beteiligten sich einige Berufsbildende Schulen an dem Modell „Sprint Dual“, andere setzten auf das Modell „Berufsvorbereitungsjahr für Ausländer“ (BVJA).

Schließlich weisen die Wirtschaftsvertreter darauf hin, dass die zusätzliche Beanspruchung der Berufsbildenden Schulen durch Sprachförderung und Kompetenzfeststellung Ressourcen binde, die bei einer Unterrichtsversorgung von durchschnittlich 88 Prozent schon jetzt deutlich zu gering sei. Es dürfe nicht sein, dass die zweifelsfrei notwendige Beschulung von Flüchtlingen zu Lasten der regulären dualen Berufsausbildung gehe. Auch aus diesem Grund müssten die Berufsschulen personell besser ausgestattet werden.


Nutzungserlaubnis für Pressemitteilungen


 


Kontakt:
Walter Hollweg
Pressesprecher
Telefon: 0441 801-200
Telefax: 0441 801-509
E-Mail:


Stand: 21.10.2016