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Rhabarber: Mit Milchprodukten besonders lecker

Je früher verspeist, desto bekömmlicher ist das saure Gemüse

Pressemitteilung vom 07.04.2017

Jetzt beginnt die Rhabarberzeit. Und die Fachberaterinnen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen empfehlen, so früh wie möglich kräftig zuzugreifen. Denn hinter der Küchenweisheit „Je früher, desto besser“ steckt die Tatsache, dass der Gehalt von Oxalsäure in den beliebten Stangen mit der Zeit ansteigt. Diese lässt Rhabarber im Verlauf der Saison zunehmend sauer schmecken, weshalb auch am Johannistag, dem 24. Juni, seine Saison vorbei ist.

Rhabarber ist eines der ersten regionalen Gemüse im Jahresverlauf. Ja, richtig gelesen: Rhabarber gehört, botanisch betrachtet, zum Gemüse. Dennoch werden die herb-sauren Stangen wie Obst zu Kompott, Soße, Saft oder Konfitüre verarbeitet und schmecken lecker auf Kuchen sowie in süßen Hauptspeisen. Rhabarber verfügt über einen hohen Gehalt an Vitamin C und über reichlich Kalium. Die Stangen bestehen zu 95 Prozent aus Wasser und sind mit rund 20 Kalorien je 100 Gramm sehr kalorienarm.

In Niedersachsen befassen sich knapp 100 landwirtschaftliche Betriebe mit dem Anbau von Rhabarber. Das tun sie überwiegend auf recht kleinen Flächen: Auf landesweit insgesamt 74 Hektar wuchs zuletzt diese Nutzpflanze. Im Weser-Ems-Gebiet (25 Betriebe, 44 Hektar) sowie in der Region Lüneburg (35 Betriebe, 23 Hektar) ist der Rhabarber-Anbau am verbreitetsten.

Frischer Rhabarber ist an seinen festen, glänzenden Stangen zu erkennen. Während grüne Stangen einen eher sauren Geschmack aufweisen, sind rote deutlich milder und besitzen ein zartes Himbeeraroma. Um die Bekömmlichkeit des Rhabarbers zu erhöhen, wird empfohlen, Rhabarberspeisen stets mit Milchprodukten zu kombinieren. Milch, Joghurt, Sahne oder Quark mildern die Wirkung der Oxalsäure und ergänzen den herb-sauren Geschmack optimal. Möchte man Zucker sparen, sollte dieser erst nach dem Abkühlen dem Rhabarber-Gericht zugegeben werden, da das Erhitzen selbst schon für einen milderen Geschmack sorgt.

Botanisch gehört Rhabarber als „Rheum rhabarbarum“, frei übersetzt „Wurzeln der Barbaren“, zu der Familie der Knöterichgewächse. Er stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Gebirge. Auf seinem Weg über die Wolga, dem „Rha“ in der Sprache der Griechen, hat das fremde (griechisch: „barbaros“) Gemüse seinen Namen erhalten. In der traditionellen chinesischen Heilkunde wurde dem Rhabarber schon sehr früh medizinische Wirkung zugesprochen. Pulverisierter Ur-Rhabarber wurde dabei gegen Darmträgheit und sogar gegen die Pest eingesetzt.

 


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Stand: 07.04.2017