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Kirschen: In Niedersachsen hat das Pflücken begonnen

Landwirtschaftskammer: Jede Woche werden ein bis zwei neue Sorten geerntet

Pressemitteilung vom 26.06.2017

Oldenburg/Jork – Seit einigen Tagen läuft an der Niederelbe die Kirschenernte. Frische Ware, die vorwiegend aus dem Alten Land bei Hamburg stammt, wird jetzt in Geschäften und auf Wochenmärkten angeboten.

„Naprumi“, „Burlat“ oder „Viola“: Voraussichtlich bis Anfang August werden nach Angaben der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen jede Woche ein bis zwei neue Kirschensorten geerntet. Denn zu den genetischen Eigenschaften der unterschiedlichen Sorten gehören unterschiedliche Reife-Zeitpunkte. Jeder Betrieb baut eine ganze Reihe von Sorten an, um über einen möglichst langen Zeitraum stets frische Kirschen anbieten zu können.

Zu den Aufgaben der Obstbauversuchsanstalt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Jork gehört es, Kirschensorten zu testen und Empfehlungen auszusprechen, welche Sorten sich zum Anbau an der Niederelbe besonders eignen. Daneben hat die Obstbauversuchsanstalt auch eigene Sorten entwickelt – darunter die heute international bedeutende „Regina“. Etwa 20 Kirschensorten haben aktuell an der Niederelbe große wirtschaftliche Bedeutung. Dazu kommt ein Vielfaches an alten Sorten, die in kleinerem Umfang angebaut werden.

Zwei Faktoren haben es den Kirschbäumen dieses Jahr nicht leicht gemacht, Früchte auszubilden. Zum einen war das Wetter während der Blüte recht ungünstig, weswegen die Bestäubung durch Insekten nicht optimal verlief. Zum anderen setzte Frost den Kirschblüten zu. Wie groß die Ertragseinbußen ausfallen, steht noch nicht fest. Nach ersten Einschätzungen der Obstbau-Fachleute der Landwirtschaftskammer sind die Ausfälle geringer als anfangs befürchtet.

2016 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamts in Hannover in Niedersachsen 35.044 Dezitonnen (dt) Süßkirschen (-8,6 Prozent gegenüber 2015) und 1.172 dt Sauerkirschen (+9,8 Prozent) geerntet. An der Niederelbe werden auf rund 550 Hektar Fläche Süßkirschen angebaut. Rund 200 ha Fläche sind mit Foliendächern versehen, um die empfindlichen Früchte vor Starkregen zu schützen.

 


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Stand: 26.06.2017