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Sicherer und flexibler vom Feld bis zum Abnehmer

Mehr als 800 Besucher: Transport und Logistik Thema von Maschinenvorführung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Mulmshorn

Mulmshorn – Ernte-Überladewagen zur Abgabe von Kartoffeln, Mais und Getreide am Ackerrand, allradgetriebene Agrar-Laster, Muldenkipper mit Güllesack, Ballentransportanhänger mit automatischem Sicherungsgitter und ein Radlader mit extrem gelenkiger Ladeschwinge: Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und ihren Vertriebsstrukturen sorgt für einen Innovationsschub im Fahrzeug- und Maschinenbau. Das wurde am Donnerstag (14. September) den gut 800 Besucherinnen und Besuchern der Maschinenvorführung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Rotenburg-Mulmshorn deutlich.

Anhand von rund 50 Fahrzeugen demonstrierten Fachleute der LWK und Vertreter der Hersteller aktuelle Techniken und Verfahren zum Be- und Entladen sowie zum Transportieren und Sichern von Schütt- und Stückgütern sowie Flüssigkeiten. Dazu gab es zahlreiche Tipps zur Transport- und Ladesicherung.

„Landwirtschaftliche Betriebe werden immer größer, die Zahl der Annahmestellen für Erntegut sowie der Händler für Agrarbedarf nimmt in der Fläche hingegen ab – dadurch werden die Wege in der Landwirtschaft immer länger“, berichtete Hermann Hermeling, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. „Dadurch wächst der Bedarf an spezieller Logistik.“ Hinzu komme, dass es in Niedersachsen ausgeprägte Tierhaltungs- und Ackerbauregionen gebe. „Diese benötigen jeweils individuell zugeschnittene Transportlösungen.“

Ein Trend in der Fahrzeugentwicklung geht zur Trennung von Acker und Straße: So gibt es unterschiedliche Übergabesysteme mit bodenschonender Bereifung, die Erntegut bis zum Feldrand transportieren. Dort befördern sie die Ernte mit Hilfe von Transportbändern oder Hebe- und Schüttmechanismen auf Lastwagen oder Traktoren-Anhänger. Der Überladewagen steht anschließend sofort wieder der Erntemaschine zu Verfügung. Nebenbei bleiben die Straßen sauberer – das nutzt allen Verkehrsteilnehmern.

Gerade wenn die Strecken länger werden, ist es wichtig, die Zahl der Leerfahrten möglichst gering zu halten: Für den Transport von Futtermitteln und Wirtschaftsdünger zwischen Ackerbau- und Tierhaltungsregionen gibt es daher neuerdings kombinierte Lösungen. Während die einen Hersteller auf Sattelauflieger mit getrennten Behältern für Gülle beziehungsweise Gärreste und Getreide beziehungsweise Silomais setzen, bieten die anderen Hersteller PVC-beschichtete Güllesäcke für Anhänger an. Die Säcke können nach dem Entleeren platzsparend weggezurrt werden.

Nicht nur der Lang-, sondern auch der Kurzstrecke widmete sich die Maschinenvorführung in Mulmshorn: Wer auf seinem Hof wenig Platz zum Rangieren hat, für den ist ein Teleskopschwenklader interessant. Das Besondere an dem vierrädrigen Fahrzeug: Es kann seinen Ausleger um 90 Grad nach links oder rechts schwenken. Dies erlaubt Be- und Entladen raumsparend über die Seite und auch über Hindernisse hinweg.

Auch die Ladungssicherung wurde mit Hilfe brandneuer Fahrzeugmodelle gezeigt. Das Gurten von Stroh- und Heuballen zum Beispiel ist bislang eine relativ gefährliche Arbeit. Das Risiko eines Unfalls verringern sollen daher Ballentransportanhänger mit automatischem, hydraulisch klappbarem Sicherungsgitter. Für den Transport von Kartoffelkisten gibt es ähnliche Lösungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

       

 


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Stand: 18.10.2017