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Silomais: Sturmtief Sebastian bringt Häcksler in Aktion

Viele umgeknickte und welkende Bestände müssen bald geerntet werden

Pressemitteilung vom 18.09.2017

Oldenburg – Nicht ganz freiwillig hat die Maisernte in Niedersachsen begonnen. Das Sturmtief Sebastian hat Mitte letzter Woche dazu geführt, dass viele Maisbestände abgeknickt wurden. Besonders betroffen davon sind der Norden und Süden vom Deich bis in die Mittelgebirge. Das östliche Niedersachsen hat weniger Sturmschäden erlitten. Auf den betroffenen Feldern sind die meisten Pflanzen auf 20 bis 50 cm Höhe abgeknickt, sie liegen also nicht vollständig auf dem Boden.

Jetzt gilt es, den richtigen Erntetermin für diese Flächen zu ermitteln, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemeldung. Neben dem Trockenmassegehalt, der im Idealfall zwischen 32 und 35 Prozent liegt, aber auf vielen Feldern noch nicht erreicht wurde, spielt auch die Befahrbarkeit der Flächen eine große Rolle. Angesichts der vielerorts durchgeweichten Böden lautet der Rat der Kammer: Ruhe bewahren und nicht gleich den Häcksler in den Bestand schicken.

Vielmehr sollten die Pflanzen jetzt genau beobachtet werden. Beginnt der liegende Mais zu welken, muss kurzfristig geerntet werden. Bleiben die Bestände aber saftig grün, lässt das auf eine weiterhin gute Verbindung zum Wurzelwerk schließen. Die Pflanzen reifen dann annähernd normal ab, und mit der Ernte kann noch gewartet werden. In beiden Fällen können die umgeknickten Bestände mit gängiger Technik abgeerntet werden.

Auch ohne die geschädigten Maisbestände wäre die Silomaisernte in Niedersachsen sehr bald gestartet. Im Süden und Osten haben frühe und mittelfrühe Sorten die Erntereife erreicht. Etwas länger wird es noch im Norden dauern, bis die Häcksler ihre Arbeit aufnehmen können. Da der Mais die Niederschläge im Sommer hervorragend in Pflanzenmasse umsetzen konnte, rechnen die Fachleute der Landwirtschaftskammer mit einer guten bis sehr guten Ernte.

Auf knapp 580.000 Hektar (ha) wird in Niedersachsen Mais angebaut. Dies entspricht rund einem Fünftel der landwirtschaftlichen Fläche. Gute 300.000 ha Mais werden als Silomais für Milchkühe und die Bullenmast eingesetzt. Der Silomais von weiteren gut 200.000 ha wird in Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die restlichen rund 60.000 ha werden erst später als Körnermais mit Mähdreschern geerntet und vorwiegend in der Geflügel- und Schweinefütterung eingesetzt.

 

 

 

 

 

 

 


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Stand: 18.09.2017