Webcode: 01033036

Mut schöpfen für ein Berufsleben voller Wandlungen

Digitalisierung Thema des 11. Arbeitnehmertags der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Bildtext: Diskutierten auf der Messe Agritechnica am Donnerstag (16. November) in Hannover vor rund 600 Besucherinnen und Besuchern des 11. Arbeitnehmertags über die Folgen der Digitalisierung in der Landwirtschaft (von links): Helmut Gockel (Geschäftsführer Güterverwaltung Reinau), Marcel Wieditz (Vertriebsleiter EASY-Produkte bei Claas), Jürgen Bolduan (Betriebsratschef KWS Saat SE), Lutger Deters (Betriebsleiter, Teepker GbR), Klaus Oks (Bundesagentur für Arbeit), Katharina Leyschulte (Fachschülerin), Dr. Steffi Burkhart (Hauptreferentin, Beraterin, Trainerin, Sprachrohr der Generation Y), Prof. Dr. Michael Clasen (Hochschule Hannover), Hermann Hermeling (Vizepräsident der LWK Niedersachsen), Dr. Matthias Heyder (bei der LWK Leiter Fachbereich Arbeitnehmerberatung, Weiterbildung) und Moderator Christian Frem

Hannover – „Gerade durch die Digitalisierung gilt: Lernen hört nach der Schule – egal ob Berufs- oder Hochschule – nie auf.“ Diese Botschaft gab Hermann Hermeling, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, am Donnerstag (16. November) in Hannover den 600 Besucherinnen und Besuchern des 11. Arbeitnehmertags mit auf den Weg. Die starke Zunahme computergesteuerter Prozesse im Stall und auf dem Acker und deren Wirkung auf die Arbeitswelt waren Thema der von der LWK organisierten Großveranstaltung am Rande der Messe Agritechnica.

Lebenslanges Lernen sei keineswegs lästige Pflicht, sondern böte vielfältige Chancen, schärfte Dr. Steffi Burkhart ihrem jungen Publikum ein. Die Hauptreferentin des Arbeitnehmertags ist Expertin für den Wandel der Arbeitswelt und gilt als Sprachrohr der „Generation Y“ (Jahrgänge 1980 bis 1995). „Die qualitative Bedeutung junger Menschen ist groß, quantitativ sind wir in der Minderheit“, betonte sie. Die Aussage „Mach Abi, geh zur Uni, dann hast du einen sicheren Job fürs Leben“ hat laut Burkhart mit der heutigen Realität nichts mehr zur tun: „Wir werden im Leben etwa sechs Mal unseren Job wechseln.“

Auch für den Agrarbereich gelte daher: „Wir stehen in der Selbstverantwortung, uns ständig weiterzuentwickeln – ein Drittel der Kompetenzen, die wir heute benötigen, werden in fünf Jahren andere sein.“ Aber das müssten die Nachwuchskräfte nicht alleine stemmen, bekräftigte Burkart mit Blick auf die Chefs von heute: „Fordert gute Führung ein – in einer Welt, die sich immer schneller dreht, die sich stark verändert, reicht ein Umfeld mit mittelmäßiger Führung nicht mehr aus.“ Burkarts Botschaft: „Habt Mut, das zu tun, was Euch Freude bereitet.“ An die Adresse der Unternehmen sagte sie: „Schaffen Sie Experimentierräume für junge Leute.“ Mitarbeit, Teilhabe und gegenseitiger Austausch in den Betrieben müssten gestärkt werden.

Wie deutlich die permanente Wandlung bereits heute zu spüren ist und wie dadurch die Anforderungen an den Nachwuchs steigen, wurde auch in der Diskussionsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Berufsschulen, von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sowie der LWK deutlich. „Nach der Ausbildung spielt im Berufsleben die Weiterbildung immer wieder eine entscheidende Rolle“, sagte Klaus Oks, bei der Arbeitsagentur Geschäftsführer der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen.

„Da operativ nicht mehr viel zu tun sein wird, brauchen wir kaum noch mittelmäßig ausgebildete Bediener“, stellte Prof. Dr. Michael Clasen klar. Der Dozent für Wirtschaftsinformatik und Agrarinformatik an der Hochschule Hannover forderte eine Trendwende in der Bildungspolitik, die aktuell noch zu sehr auf konkrete Lernziele ausgelegt sei: „Um den technischen Fortschritt aktiv mitzugestalten, brauchen wir absolute Exzellenz.“

LWK-Vizepräsident Hermeling appellierte daher an die Arbeitgeber: „Seien Sie auch als Chef offen für die Weiterbildung.“ Fachkräfte in der Landwirtschaft würden aktuell sehr stark gesucht. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die weiteren Bildungsträger hätten dazu interessante Seminarangebote.

Der Arbeitnehmertag der LWK findet einmal pro Jahr während der Fachmessen Eurotier beziehungsweise Agritechnica statt und richtet sich an Berufseinsteiger, Fachschüler, Studierende, Nachwuchskräfte, Jobsuchende, Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus dem Agrarbereich und an Berater der Arbeitsverwaltungen.

 

      

Bildtext: „Gerade durch die Digitalisierung gilt: Lernen hört nach der Schule – egal ob Berufs- oder Hochschule – nie auf“, sagte Hermann Hermeling, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, am Donnerstag (16. November) in Hannover auf dem 11. Arbeitnehmertag der LWK.

                                                                         

 

Bildtext: „Wir stehen in der Selbstverantwortung, uns ständig weiterzuentwickeln – ein Drittel der Kompetenzen, die wir heute benötigen, werden in fünf Jahren andere sein“, schärfte Dr. Steffi Burkhart den rund 600 jungen Besucherinnen und Besuchern des 11. Arbeitnehmertags am Donnerstag (16. November) auf der Messe Agritechnica in Hannover als Karrieretipp ein. Die Expertin für den Wandel der Arbeitswelt gilt als Sprachrohr der zwischen 1980 und 1995 Geborenen.

 

 


Nutzungserlaubnis für Pressemitteilungen


 


Kontakt:
Wolfgang Ehrecke
Pressereferent, Redaktion Onlinemedien
Telefon: 0441 801-172
Telefax: 0441 801-509
E-Mail:


Stand: 16.11.2017