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Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft

Energieeffizienz: Zwei Leuchtturmbetriebe aus Niedersachsen vorgestellt – Landwirtschaftskammer Kooperationspartner bei Umweltkommunikationsprojekt

Vechta – Landwirtschaftliche Betriebe können durch Steigerung der Energieeffizienz einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das wurde bei einem Treffen von Landwirten und Beratern der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Vechta deutlich. Bei Vorträgen und Diskussionen ging es um Energieeffizienzmaßnahmen für die Schweine- und die Geflügelhaltung.

„Wir geben Landwirten die Gelegenheit, in Leuchtturmbetrieben zu sehen, dass sich Energieeffizienz, Energieeinsparung und der Einsatz regenerativer Energien für ihre Betriebe in der Praxis lohnen“, erklärte Christoph Gers-Grapperhaus, Energieexperte der Landwirtskammer Niedersachsen. Die LWK ist Kooperationspartner im bundesweit angelegten Umweltkommunikationsprojekt. Anika Schlameuß von der federführenden Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL) in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) stellte das Projekt vor. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück unterstützt die Arbeit fachlich und finanziell.

Als „Leuchtturmbetrieb“ in der Sparte Schweinehaltung wurde der landwirtschaftliche Betrieb Kröger aus Lastrup (Kreis Cloppenburg) benannt. Im Laufe der Jahre hat sich dieser Betrieb zu einem modernen, auf Schweinehaltung spezialisierten Unternehmen entwickelt. In den zurückliegenden Jahren ist dort kräftig in erneuerbare Energien investiert worden. Neben einer Biogasanlage sind mehrere Stalldächer mit Photovoltaikanlagen belegt. Zur weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Schweinehaltung verfolgt der Betrieb Kröger konsequent die Strategie, alle Maßnahmen zur Stromeinsparung durch effiziente, energiesparende Anlagentechniken zu nutzen. So hat er beispielsweise die Lüftungsanlage und die Dacheindeckung eines der Ställe energetisch saniert. Durch diese Modifikationen konnte das Unternehmen im Jahr 55.800 Kilowattstunden (kWh) Energie und 12.700 Kilogramm CO2 einsparen.

Zweiter „Leuchtturmbetrieb“ in Niedersachsen ist der Putenmastbetrieb Große Klönne aus Damme (Kreis Vechta). Die drei Putenställe sind Ende der 1960-er Jahre errichtet worden und in ihrer baulichen Substanz noch in einem guten Zustand. Aus energetischer Sicht entsprachen sie aber nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Das betraf sowohl die Wärmedämmung der Ställe als auch die Lüftungsanlagen. Im Zuge einer grundlegenden Modernisierung und Sanierung der Stallanlagen ist die Deckendämmung erneuert sowie die Lüftungsanlage umgebaut worden. Seitdem konnte der Betrieb Große Klönne rund 240.000 kWh Energie und 63.540 kg CO2 pro Jahr einsparen.

Im DBU-Umweltkommunikationsprojekt werden insgesamt 18 Leuchtturmbetriebe bundesweit vorgestellt. Je nach regionalem Schwerpunkt stehen die Energieeinsparmöglichkeiten in den Produktionsbereichen Milchviehhaltung, Schweinehaltung, Geflügelhaltung, Weinbau oder Pferdehaltung auf dem Prüfstand.


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Stand: 14.02.2018