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Ergebnisse der Landessortenversuche Silomais 2013

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu und ein kleiner Rückblick auf die nun vergangene Vegetationsperiode lässt manchen Maisanbauer noch jetzt schaudern.
Landwirte, die auf Mais angewiesen sind, hatten in 2013 nicht viel zu lachen.

Zusätzlich zum Druck aus den Medien und der Öffentlichkeit gegenüber dieser wichtigen Kultur kamen in 2013 noch ungünstige Witterungsbedingungen dazu.
Der lange Winter bereitete den Maisanbauern dabei kaum Probleme, denn ab Anfang April waren die meisten Böden frostfrei und relativ schnell bearbeitbar. Die Bodenbearbeitung und Aussaat verlief dabei noch weitestgehend normal, wenn auch nicht ganz so früh wie es in den Vorjahren häufig möglich war.

Das Frühjahr war bei kühlen Temperaturen und regelmäßigen Niederschlägen im Mai und bis weit in den Juni für den Mais zu kalt.
Einen herben Rückschlag gab es dann für die Betriebe im östlichen Niederachsen durch die starken Niederschläge Ende Mai. Niederschlagsmengen von 150 mm und örtlich deutlich über 200 mm binnen weniger Tage führten zu großen pflanzenbaulichen Problemen. Auf sandigen Standorten wurden im Extremfall der gesamte pflanzenverfügbare Stickstoff und auch Kalium und andere Nährstoffe aus dem noch flachen Wurzelhorizont in tiefere Schichten verlagert. Nachdüngungsmaßnahmen waren hier zwingend erforderlich. Noch schlimmer war es auf niedrig liegenden Flächen in Fluss- und Grabennähe. Hier standen die durch den Dauerregen verursachten Fluten tagelang auf den Feldern, was die angebauten Kulturen in der Regel nicht überstanden. Mais übersteht in der Jugendentwicklung zwar ein paar Tage Überflutung, doch reagiert er natürlich mit deutlichen Ertragseinbußen. Viele Flächen mussten jedoch nach dem Rückgang der Überschwemmungen neu gesät werden. Bei Saatterminen Anfang bis Mitte Juni sind jedoch ebenfalls nicht mehr die beim Mais gewohnt hohen Erträge zu erwarten.
Die kühle und niederschlagsreiche Witterung führte im Mai und Juni zu schlecht entwickelten Maisbeständen sowie verschlemmten und verkrusteten Böden. Gute Erfolge brachte in dieser Situation der Einsatz einer Reihenhacke, die von einigen Praktikern in diesem Jahr „wiederentdeckt“ wurde.
Die schwierige Jugendentwicklung hatte deutliche Entwicklungsdefizite zur Folge: Reihenschluss und Blüte fanden fast überall um ein bis drei Wochen verzögert statt.
Während des Schossens schlug die Witterung ins andere Extrem um; die Wärme tat den Maisbeständen sehr gut, doch die sich besonders auf leichten Böden schnell einstellende Trockenheit führte direkt zur nächsten Stresssituation. In einigen wenigen Fällen kam es zu Beeinträchtigungen der Blüte, doch kolbenlose Bestände traten nur selten und kleinräumig auf.
Die langsame Entwicklung im Frühjahr führte vielfach zu schwachen Beständen mit relativ dünnen Pflanzen. Die verzögerte Blüte zog einen späteren Beginn der Stärkeeinlagerung nach sich; verlorene Zeit, die nicht wieder aufgeholt werden konnte, denn die fehlenden warmen Tage im Juli und August können nicht durch einen späteren Erntetermin weit im Oktober kompensiert werden.
Durch diese schwierigen Witterungsbedingungen blieben die Maiserträge in diesem Jahr in der Regel deutlich unter den Erwartungen der Landwirte. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen schätzt die Ertragseinbußen landesweit auf durchschnittlich ca. 20 %. Als Folge dieser Ertragsausfälle wurden viele für Körnermais eingeplante Bestände kurzerhand als Silomais gehäckselt. Insgesamt dürfte diese zusätzliche Erntemenge aber kaum ausreichen, um die Ertragseinbußen auszugleichen, so dass voraussichtlich auch die Silomaisreserven aus dem Vorjahr aufgezehrt werden.

Die Maisabreife verlief in diesem Jahr unterschiedlich. In den Regionen Südhannover und im östlichen Niedersachsen herrschten im Sommer höhere Temperaturen als im Südwesten Niedersachsens. Die für die Abreife des Maises benötigte Wärmesumme wurde hier ca. ein bis zwei Wochen früher erreicht als im südlichen Weser-Ems-Gebiet. Im Norden verzögerte sich die Maisernte zum Teil bis weit in den Oktober hinein. Die Maisbestände waren häufig ein bis zwei Wochen später reif als in anderen Jahren.

Die Besonderheiten des Jahres 2013 dürften bei den Landwirten den positiven Trend zu frühreiferen Sorten weiter fördern. Eine frühere Abreife bedeutet nicht nur einen früheren Erntetermin, vielfach lässt sich auch die Qualität der Silage durch frühere Sorten noch steigern. Dies geschieht nur selten auf Kosten des Ertrages.
Ein Vergleich der Ertragsniveaus der Reifegruppen an einzelnen Versuchsstandorten zeigt dies mitunter eindrucksvoll. So ist auf Versuchsflächen im nördlichen Niedersachsen selbst auf günstigen Maisstandorten festzustellen, dass Maissorten des frühen Sortiments höhere Erträge bei gleichzeitig besseren Qualitäten erbringen als dies mittelspäte Sorten zu schaffen vermögen. Die mittelspäten Sorten erreichen die Erntereife dabei erst zwei bis drei Wochen später; zusätzliche Vegetationszeit, die sie aufgrund der höheren Wärmeansprüche nicht in Ertrag umsetzen können.
Daraus folgt für viele Standorte, dass eine Sorte optimal angepasst ist, wenn diese bereits im Zeitraum Ende September bis Anfang Oktober erntereif ist. Für die Qualitätsentwicklung ist dabei von entscheidender Bedeutung, dass der Mais möglichst früh blüht, denn dadurch fällt die Stärkeeinlagerung in eine wärmere und damit günstigere Phase. Eine Eigenschaft, die frühe Sorten i.d.R. besitzen.

Nachdem die Maisanbaufläche Niedersachsens in 2013 auch vor dem Hintergrund sehr guter Erträge der beiden Vorjahre um 5,4 % auf gut 595.000 ha zurückgegangen ist, ist nicht auszuschließen, dass aufgrund des in diesem Jahr allgemein niedrigen Ertragsniveaus die Maisanbaufläche in 2014 wieder leicht zunehmen wird.
Von den 91.000 ha im Frühjahr geplanter Körnermaisanbaufläche wurde während der Silomaisernte bereits ein großer Teil gehäckselt und einsiliert, um die sich abzeichnenden Ertragsausfälle zu kompensieren. Überall dürfte dieser Puffer nicht gereicht haben, so dass erwartet werden kann, dass die Silomaisfläche von diesjährig 504.000 ha in der kommenden Vegetation leicht ausgedehnt werden wird.

Um sowohl auf Basis langjähriger Erfahrungen als auch vor dem Hintergrund der diesjährigen Eindrücke die optimale Maissortenwahl für das kommende Jahr treffen zu können, führt die Landwirtschaftkammer Niedersachsen Landessortenversuche für die Nutzungsrichtung Silo- und Energiemais durch.  Die Ergebnisse, die in den hier abgedruckten Tabellen dargestellt werden, zeigen sowohl die diesjährigen als auch die langjährigen Erträge und Qualitäten der einzelnen Sorten in den Regionen.
Zusammen mit dem daraus erarbeiteten und hier auch abgedruckten Sortenratgeber bieten diese Daten den Landwirten eine wertvolle Hilfestellung, die zu ihrem jeweiligen Betrieb und Standort passenden Sorten auszuwählen.

Die Landessortenversuche werden an 13 Standorten, verteilt über ganz Niedersachsen, angelegt. Dabei wird zwischen vier sogenannten Bodenklimaräumen unterschieden. Die Regionen „Nord“ umfasst im groben mit dem Elbe-Weser-Dreieck, der ostfriesischen Halbinsel sowie den Bereichen um Oldenburg eine vorwiegend durch Milchviehhaltung geprägte Region mit zum Teil hoher Silomaisdichte.
Die Region „Süd“, bestehend aus dem veredelungsstarken Südwestniedersachsen und der südhannoverschen Börderegion bis Göttingen, ist besonders im Westen durch hohe Maisanteile in den Fruchtfolgen geprägt. Hier kommt zur Silomaisnutzung in bedeutendem Umfang der Körnermaisanbau hinzu.
Im Südhannoverschen wird kaum Körnermais angebaut. Der Silomais in dieser ackerbaulich geprägten Region dient überwiegend der Biogaserzeugung.
Ähnlich gestaltet sich der Maisanbau in der Region „Ost“. Hier wird ebenfalls vom  Heidekreis bis Hamburg und Lüchow überwiegend Silomais zur Energieerzeugung angebaut.
Die Region „Höhenlagen“ umfasst die Mittelgebirgsregion im südlichen und südöstlichen Niedersachsen sowie die entsprechenden Bereiche des Harzvorlandes und Harzes.

Sortenempfehlungen für die Anbauregionen:

Region „Nord“
Im nördlichen Niedersachsen herrschen naturgemäß schlechtere Anbaubedingungen für eine Tropenpflanze wie Mais als im wärmeren Süden. Daher kommen hier i.d.R. die Sorten der frühen Reifegruppe am besten zurecht.
Innerhalb der Region „Nord“ muss in einigen Bereichen noch feiner unterschieden werden, denn gerade auf schwer erwärmbaren und damit häufig verbunden schwierig befahrbaren Standorten ist eine pünktliche Abreife von besonderer Bedeutung. Diese Böden kommen beispielsweise in der Wesermarsch und der gesamten Küstenregion häufig vor.
Die Sortenempfehlung für die Grenz- und Höhenlagen beinhaltet zum Teil noch frühreifere Sorten, die auf anmoorigen Böden oder schweren Marschböden eine noch bessere Standortanpassung aufweisen (siehe unten).
Besonders interessant für Milchviehbetriebe mit grasbetonten Rationen sind hier, absteigend nach Energiedichte sortiert, die Sorten Saludo (S 210), Amagrano (ca. S 210), Stephany (S 220), LG 302011 (S 210), Nitro, (S 220), LG 30222 (S 210), Eduardo (S 210) und P 7524 (S 200). Unter den Neuzulassungen zeichnen sich die Sorten P 8057 (S 210) und P 7500 (S 210) durch besonders hohe Energiedichte und Stärkeerträge aus und werden daher für den Probeanbau empfohlen.
Betriebe mit hohen Maisanteilen in der Ration müssen weniger auf die Energiedichte achten. Der Energie- und Stärkeertrag ist besonders bei knapper Futterfläche von entscheidender Bedeutung. Die Sorten Tokala (S 210), LG 30223 (S 220), Stephany (S 220) und Colisee (S 220) zeichnen sich im nördlichen Niedersachsen durch überdurchschnittliche Energieerträge aus, die Sorten Amagrano (S 210), LG 30211 (S 210) Fabregas (S 210), Eduardo (S 210), P7524 (S 200), Colisee (S 220) und LG 30222 (S 210) treten durch überdurchschnittliche Stärkeerträge hervor.
Die Neuzulassung Messago (S 220) erreichte ebenfalls aufgrund eines guten Stärkeertrags die Empfehlung für den Probeanbau (siehe Tabelle Sortenratgeber).

Im nördlichen Niedersachsen können auf günstigen Standorten auch Sorten aus dem mittelfrühen Sortiment erfolgreich angebaut werden. Die Unterschiede zwischen den Sortimenten sind gering, dennoch können bei entsprechend günstigen Bedingungen leichte Mehrerträge bei vergleichbarem Qualitätsniveau erreicht werden (siehe Tabellen Silomais-Sortenprüfungen 2008 – 2013, Region Nord).
Für die Ergänzung grasreicher Rationen werden aus diesem Segment, absteigend nach Energiedichte, die Sorten Farmgold (ca. S 240), LG 30224 (S 230), Torres (S 250), Farmflex (ca. S 250), Ronaldinio (S 240) und Farmstar (S 230) empfohlen. Für den Probeanbau gilt dies für die Sorten LG 30251 (S 250) und Farmtastic (S 230).
Durch hohe Stärkerträge bei gleichzeitig etwas geringerer Energiedichte eignen sich die Sorten Toninio (S 230), Amaryl (S 250) und Ricardinio (S 230) ebenfalls für die Ergänzung grasbetonter Rationen als auch für die Fütterung hoher Maisanteile. Darüber hinaus werden folgende Sorten mit hohem Energieertrag für maisbetonte Rationen empfohlen: LG 30224 (S 230), Niklas (S 230), LG 30240 (S 230), SY Kairo (S 240), Sunstar (S 240) und Ronaldinio (S 240) sowie die neu zugelassene Sorte LG 30251 (S 250) für den Probeanbau.

In einigen klimatisch günstigeren Regionen des nördlichen Niedersachsens ist auch der erfolgreiche Anbau mittelspäter Sorten bei früher Aussaat und unter besonderer Beachtung des jeweiligen Standorts möglich. Im Raum Zeven, im südlichen Ammerland und Teilen des Kreises Oldenburg herrschen beispielsweise auf Sandböden Standortbedingungen, die es Sorten dieser Reifegruppe ermöglichen, gleichwertige bis höhere Erträge bei vergleichbarer Qualität, wie frühreifere Sorten dies schaffen, zu liefern.
Nördlichere oder ungünstigere Standorte zeigen jedoch deutliche Nachteile der späten Genetik. Es kommt durch die Wahl zu spät abreifender Sorten nicht nur zu sehr späten Ernteterminen, auch die Qualitäten des Siliergutes sinken rapide.
Für die klimatisch günstigen Gebiete werden die Sorten SY Santacruz (S 270), ES Charter (S 270), NK Silotop (S 270) und LG 3216 (S 260) für grasreiche Rationen empfohlen. Die neue Sorte Sunmark/DS0331 zeichnet sich durch eine in dieser Reifegruppe besonders hohe Energiedichte aus und wird daher für den Probeanbau empfohlen. Ebenfalls für den Probeanbau eignen sich die Sorten Cascadinio (S 270) und Agro Vitallo (S 270) aufgrund ihrer guten Stärkeerträge. 
Als Massetyp mit hohen Energieerträgen zeichnt sich die Sorte LG 3216 (S 260) für die Fütterung in maisstarken Rationen aus. Die bereits genannten Neuzulassungen Agro Vitallo (S 270) und Cascadinio (S 270) sowie ES Yeti (S 280) werden ebenfalls aufgrund deutlich überdurchschnittlicher Energieerträge für den Probeanbau empfohlen.

Region „Süd“
Im südlichen Niedersachsen werden aufgrund hoher Energiedichte aus der frühen Reifegruppe die Sorten Saludo (S 210), Amagrano (S 210), Stephany (S 220), LG 30218 (S 220) und LG 30211 (S 210) empfohlen. Zusätzlich werden für den Probeanbau die Sorten P 8057 (S 210), P 7500 (S 210) sowie Sunshinos (S 210) und Messago (S 220) empfohlen.
Durch hohe Energieertäge zeichnen sich besonders Colisee (S 220), LG 30223 (S 220), Laurinio (S 210), Ambrosini (S 220) und Tokala (S 220) für Betriebe mit maisbetonten Rationen aus.

Während die frühen Sorten in diesem Anbauraum eher auf schwer erwärmbaren Böden oder als Zweitfruchtmais, z.B. nach Getreide-GPS angebaut werden sollten, sind mittelfrühe Sorten hier optimal an die Standortbedingungen der „klassischen“ Maisflächen angepasst.
Für grasbetonte Rationen werden die besonders energiereichen Sorten Farmgold (ca. S 240), Torres (S 250), LG 30224 (S 230), Farmstar (S 230), Farmflex (ca. S 250) sowie für den Probenbau LG 30251 (S 250) empfohlen. Hinzu kommt aufgrund des hohen Stärkeertrages Ricardinio (S 230).
Für flächenknappe Betriebe mit hohen Maisanteilen in der Fütterung haben sich Farmflex (ca. S 250), Torres (S 250), Toninio (S 230), Grosso (S 250) und SY Kairo (S 240) durch besonders hohe Energieerträge als geeignet erwiesen.

Auf klimatisch günstigen Standorten mit gut erwärmbaren Böden sind mittelspäte Sorten durchaus konkurrenzfähig. Bei grasreichen Grundrationen sind aufgrund hoher Stärkeerträge die Sorten NK Silotop (S 270) und LG 3216 (S 260) für den Anbau empfohlen, bei den erstmals im LSV geprüften Sorten sind es Cascadinio (S 270) und Agro Vitallo (S 270) für den Probeanbau. Ebenfalls zum Probeanbau wird die Sorte Sunmark/DS0331 (S 270) aufgrund der Energiedichte empfohlen.
Nach Energieertrag werden die Sorten LG 3216 (S 260) und ES Fireball (S 270) für maisbetonte Rationen empfohlen, für den Probeanbau kommen die Sorten Agro Vitallo (S 270) ES Yeti (S 280), Cascadinio (S 270) und Perinio KWS (S 260) hinzu.
Die Tabellen zur Region Süd geben einen detaillierten Überblick über die Leistungsfähigkeit der Maissorten in den einzelnen Merkmalen, sowohl ein- als auch mehrjährig betrachtet.

Region „Ost“
Auf den überwiegend leichten Böden im östlichen Niedersachsen werden die frühen Sorten Saludo (S 210), Nitro (S 220), Amagrano (ca. S 210), LG 30211 (S 210), und Eduardo (S 210) wegen ihrer überdurchschnittlichen Energiedichte und Stärkeerträge empfohlen. Aufgrund des Stärkeertrages wird ebenfalls die Sorte Fabregas (S 210) empfohlen.
Für den Probeanbau werden die energiebetonten neuen Sorten P 8057 (S 210), P 7500 (S 210) und Sunshinos (S 210) empfohlen.
Bei hohen Maisanteilen in der Ration eignen sich durch besonders hohe Energieerträge die Sorten Tokala (S 210), Ambrosini (S 220), LG 30223 (S 220), Colisee (S 220) sowie für den Probeanbau auch hier die Sorte P 8057 (S 210).

Aus dem mittelfrühen Sortiment werden für grasbetonte Rationen die mehrjährig geprüften Maissorten Ronaldinio (S 240) und Farmstar (S 230) sowie nach einem LSV-Prüfjahr für den Probeanbau die Sorten LG 30251 (S 250) und Farmtastic empfohlen. Generell für den Silomaisanbau im östlichen Niedersachsen empfohlen werden die Sorten LG 30224 (S 230), Torres (S 250), Farmflex ( ca. S 250), Farmgold (ca. S 240), Amaryl (S 250) und Ricardinio (S 230) aufgrund überdurchschnittlicher Ertrags- und Qualitätsergebnisse.
Für maisreiche Rationen bieten sich darüber hinaus die Sorten Toninio (S 230), SY Kairo (S 240), LG 30240 (S 230) und Niklas (S 230) an und werden hierfür empfohlen. Für den Probeanbau gilt dies für die Sorte Carolinio KWS (S 230).

Auf den im östlichen Niedersachsen weit verbreiteten leichten und gut erwärmbaren Böden sind vielfach auch mittelspäte Sorten sehr gut geeignet (siehe Tabellen Silomais-Sortenprüfungen 2008 – 2013, Region Ost).
Durch überdurchschnittliche qualitative Eigenschaften werden die Sorten SY Santacruz (S 270), Kabanas (S 260), NK Silotop (S 270) und LG 3216 (S 260) empfohlen. Für den Probeanbau kommen Sunmark/DS0331 (S 270) und Agro Vitallo (S 270) hinzu.
Für maisbetonte Rationen werden die Sorten ES Fireball (S 270) und LG 3216 (S 260) sowie für den Probeanbau die Sorten Agro Vitallo (S 270), ES Yeti (S 280), Cascadinio (S 270) und Danubio (S 270) empfohlen.

Grenz- und Höhenlage
In den Grenz- und Höhenlagen der Mittelgebirge prüft die LWK Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der LWK Nordrhein-Westfalen ein eigenes Silomais-Höhenlagensortiment. Insbesondere sehr früh abreifende Sorten, wie sie in diesem Sortiment getestet werden, eignen sich häufig auch für schwierige Maisstandorte in der Küstenregion.
Empfohlen werden in den Höhenlagen, gestaffelt nach Frühreife, die Sorten Mixxture (S 190), Eduardo (S 210), Amagrano (S 210), Amadeo (S 220), Fabregas (S 220), Laurinio (S 210), Tokala (S 210), Saludo (S 210), Silvinio (S 210), Colisee (S 220), LG 30223 (S 220), Toninio (S 230), LG 30240 (S 230), LG 30224 (S 230), Niklas (S 230) und SY Unitop (S 230) sowie für den Probeanbau die Sorte Carolinio KWS (S 230). Die frühreiferen Sorten sind qualitätsbetont, die später reifenden Typen erreichen aufgrund der späteren Blüte nicht mehr die höchsten Energiedichten, wohl aber hohe Energie- und Trockenmasseerträge (siehe Tabelle Sortenratgeber, Spalte HöLa).


Die Landessortenversuche stellen eine unabhängige und neutrale Basis für Ihre Sortenwahl dar. Die Versuche werden exakt angelegt und die gesamte Vegetation hindurch betreut und beobachtet. Die Ernte und Probenverarbeitung erfolgt mit speziellen Parzellenerntern und wird von Fachpersonal termingerecht durchgeführt. Die Versuche werden statistisch ausgewertet und auf Basis mehrjähriger Auswertungen beurteilt. Auf diesem Wege entsteht einen seriöser Sortenvergleich, der hier als Sortenratgeber zusammen mit einer unabhängigen Sortenempfehlung abgedruckt ist.
Aus den einzelnen Ergebnistabellen für die Sortimente und Regionen lässt sich neben vielen Einzelheiten auch die Ertragsstabilität der Sorten, gerade nach einem schwierigen Maisjahr wie 2013, ablesen.
Nehmen Sie sich Zeit für eine gut durchdachte Sortenwahl und überprüfen Sie die Ihnen bisher entgegengebrachten Daten anhand der LSV-Ergebnisse.
Das Team der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Sortenwahl und eine gute Vegetation 2014.


Kontakt:
Karl-Gerd Harms
Berater Silo- und Körnermais
Telefon: 0441 801-418
Telefax: 0441 801-432
E-Mail:
Dr. Matthias Benke
Leiter Fachbereich Grünland und Futterbau
Telefon: 0441 801-420
Telefax: 0441 801-432
E-Mail:


Stand: 09.12.2013



PDF: 183/D73C3A62-0254-B8C1-9C85858E385277EC.pdf - 36.6435546875 KB   Sortenratgeber Silomais 2014   - 37 KB