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Beregnung - Erträge absichern

Der Einstieg in die Beregnung landwirtschaftlicher Kulturen ist für immer mehr Landwirte ein wichtiges Thema. Die notwendigen Investitionen in eine Beregnungsanlage sind jedoch hoch. Dennoch haben bereits einige Betriebe auch in Regionen mit bisher geringer Beregnungsintensität diesen Schritt gewagt.

Ein Grund für die zunehmende Nachfrage nach Beregnung ist die steigende Beregnungswürdigkeit einiger Kulturen.
Im Getreide und Raps sind die Erzeugerpreise seit dem vergangenen Jahr wieder stark angestiegen, wodurch die beregnungsbedingten Mehrerträge entsprechend höhere Erlöse erzielen.
Der Bedarf an Silomais ist durch die Zunahme der Nawaro-Biogasanlagen in einigen Regionen stark angewachsen. Dadurch steht der Mais jetzt auch verstärkt auf schwachen Böden, auf denen eine höhere Beregnungsbedürftigkeit besteht.
Die zunehmende Flächenknappheit mit entsprechend steigenden Pachtpreisen führt dazu, dass die Flächenproduktivität gesteigert werden muss, da "Pufferflächen" für den Fall von Mindererträgen sehr kostspielig sein können. Zur Absicherung der Versorgungssicherheit bzw. Lieferfähigkeit bei vertraglich zugesicherten Mengen muss dann eine ausreichende Wasserversorgung auch bei längeren Trockenperioden aufrechterhalten werden. Das geht nur mit Bewässerung. Das Gleiche trifft natürlich auch auf andere vertraglich abgesicherte Kulturen zu. Welches die wirtschaftlichste Alternative ist, muss in jedem einzelnen Fall sorgfältig abgewogen werden.
Kartoffelbaubetriebe, die bisher nicht in Beregnungsanlagen investiert haben, überlegen nach den schlechten Erfahrungen aus 2010 ebenfalls in die Bewässerung einzusteigen. Nicht nur die Erträge blieben im letzten Jahr ohne Beregnung weit hinter den Erwartungen zurück, auch die Qualitäten ließen teilweise sehr zu wünschen übrig, so dass gute Erlösmöglichkeiten nicht genutzt werden konnten.
 

Neben den Preisen und Kosten ist eine wichtige Frage bei der Klärung der Wirtschaftlichkeit der Beregnung, welche Verbesserungen von Erträgen und Qualitäten bei einzelnen Kulturen durch die Bereitstellung von Zusatzwasser erzielt werden können. Hierzu sind Beregnungsversuche unerlässlich, wie sie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen schon seit einigen Jahren durchführt.

Im nachfolgenden Artikel finden Sie aktuelle Versuchsergebnisse.
 


Kontakt:
Ekkehard Fricke
Berater Beregnung
Telefon: 0511 3665-4361
Telefax: 0511 3665-4591
E-Mail:
Angela Riedel
Pflanzenbau
Telefon: 0511 3665-4389
Telefax: 0511 3665-4591
E-Mail:


Stand: 10.05.2011



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