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Gräsermischungen mit Kontrollsiegel

Leistungsstarke Ansaatmischungen sind ein wichtiger Bestandteil der Ertrags- und Qualitätssicherung auf dem Dauergrünland und im Ackerfutterbau. Für das hauptsächliche Ziel – die Produktion von qualitativ hochwertigem Grundfutter – ist der Einsatz hochwertiger Ansaat- und Nachsaatmischungen eine wesentliche Voraussetzung.

Der schnellste Weg zur Narbenverbesserung im Grünland ist die Neuansaat. Sie ist aber im Vergleich zur Nachsaat risikoreicher und  relativ kostenaufwändig. Grünlanderneuerungen sollten auf solche Flächen beschränkt werden, auf denen mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:
• mindestens 30% Anteil unerwünschter Pflanzen
• deutliche Leistungsmängel in Qualität oder Ertrag
• Einschränkungen der Bewirtschaftung durch starke Geländeschäden

Eine regelmäßig und rechtzeitig durchgeführte Nachsaat begünstigt den Erhalt dichter Grünlandnarben mit einem hohen Anteil hochwertiger Gräser, dabei ist eine regelmäßige Nachsaat kostengünstiger als Grünlanderneuerungen im Turnus von 6 bis 8 Jahren.

In Nachsaatversuchen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen konnten nach 8 jähriger Versuchsdauer deutliche Vorteile gegenüber der Altnarbe hinsichtlich der Inhaltsstoffe, der Energiedichte im Futter sowie der Narbendichte nachgewiesen werden.

Das Ziel der Freiwilligen Mischungskontrolle Niedersachsen ist es, dem Landwirt hochwertige Saatgut-Mischungen im Hinblick auf die Arten- und Sortenzusammensetzung zu garantieren. Die Kontrolle erstreckt sich auf die korrekte Einhaltung der Mischungsanteile und den ausschließlichen Einsatz empfohlener Sorten (der Landwirtschaftskammer Niedersachsen) sowie die Überprüfung der Sortendeklaration. Die  Freiwillige Mischungskontrolle Niedersachsen (FMN) ist freiwilliger Natur und kann von den Mischungsfirmen, die Saatgut in Niedersachsen mischen, wahrgenommen werden.

Die kontrollierten Mischungen erkennen Sie an einem separaten Aufkleber.
Das rote Siegel der FMN kennzeichnet alle geprüften Grünlandmischungen mit einem Standardmischungskonzept. Da sich die Mischungskonzeptionen seit vielen Jahren in der Praxis bewährt haben, spricht man auch von Qualitätsstandardmischungen (QSM).
Firmeneigene Mischungen orientieren sich weitestgehend an diesem Mischungskonzept der QSM, stimmen aber nicht in allen Kriterien mit diesem überein. Wenn sie aber zu 100 % die von der LWK empfohlenen Sorten verwenden, kann man diese Qualitätsware an dem Siegel mit der Farbe Magenta erkennen.
Sowohl das rote als auch das magenta Siegel kann somit als schnelle Orientierung für Grünlandmischungen mit Qualitätsanspruch betrachtet werden. Es lohnt sich beim Kauf darauf zu achten.


 

 

 

 

 

Bild: An diesen beiden Siegeln erkennen Sie sofort die geprüften Saatgutmischungen


Kontakt:
Viola Dahnken
Grünland, Futterbau
Telefon: 0441 801-422
Telefax: 0441 801-432
E-Mail:
Dr. Matthias Benke
Leiter Fachbereich Grünland und Futterbau
Telefon: 0441 801-420
Telefax: 0441 801-432
E-Mail:


Stand: 08.09.2014



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