Webcode: 01024287

Landessortenversuche 2013: Winterweizen

Nach dem Ausnahmejahr 2012 liegt die Anbaufläche des Winterweizens in Niedersachen wieder auf normalem Niveau. Nachfolgend können Sie die aktuellen Ergebnisse der Landessortenversuche nachlesen.

Das Jahr 2012 wird allen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Unter den Getreidearten war der Winterweizen durch den plötzlichen Frosteinbruch Anfang Februar 2012 am stärksten betroffen. In einem Streifen entlang der Weser südlich von Bremen über die Lössregionen im südlichen Niedersachsen bis in die Höhenlagen waren massive Schäden zu beobachten. Landesweit mussten gut 25 Prozent der im Herbst angelegten Winterweizenflächen umgebrochen und neu bestellt werden. Auch der Winter 2012/ 2013 zeigte Perioden mit starkem Frost. Die Bestände waren aber durch eine ausreichende Schneedecke geschützt. Das Wachstum der Bestände setzte im Frühjahr witterungsbedingt erst recht spät ein. Die Niederschläge fielen zunächst gering aus. Massive Niederschläge Ende Mai/ Anfang Juni stellten die Bestände in einigen Landesteilen dann aber vor große Herausforderungen. Die Abreife der Bestände schritt aufgrund der einsetzenden Hitzeperiode und extremer Trockenheit schnell voran. Die Zunächst befürchteten Ertragseinbußen sind glücklicherweise überwiegend nicht eingetreten. Die Erträge präsentieren sich oft erstaunlich gut. Deshalb wurden auch erste Prognosen der Getreideernte durch den Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen nach oben korrigiert. Aktuell wird eine niedersächsische Weizenernte von rund 3,43 Mio. Tonnen erwartet. Das entspricht einer gegenüber dem Auswinterungsvorjahr festzustellenden Steigerung von rund 38 Prozent. Bedingt zum einen durch die wieder deutlich ausgeweitete Anbaufläche zum anderen aber auch durch die guten Erträge.


 

Mehrjährige Beurteilung der Sorten

Die starken Fröste des Jahres 2012 hatten auch Auswirkungen auf die Landessortenversuche. Lediglich die Standorte in den Marschregionen überstanden die Frostereignisse relativ unbeschadet. Sämtliche Versuchsanlagen in den anderen Regionen zeigten mehr oder weniger starke Schäden bis hin zu Totalausfällen. Besonders betroffen waren die Höhenlagen. Sowohl in Niedersachsen als auch im Nachbarbundesland Nordrhein-Westfalen konnte keiner der angelegten Standorte beerntet werden. Bei der Interpretation der Ergebnisse des letzten Jahres ist in jedem Fall der Grad der Winterschäden zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Ernte 2012 werden daher nicht in die mehrjährige Leistungsbeurteilung der Sorten einbezogen. Ohnehin sollte der Sortenleistung über mehrere Jahre immer eine höhere Aufmerksamkeit geschenkt werden als dem Einzeljahresergebnis. Besonders interessant sind vor allem jene Sorten mit einer großen ökologischen Streubreite. Also Sorten, die unter verschiedensten Standort- und Witterungsbedingungen stets gute Leistungen erzielen können.

 

In der beigefügten pdf-Datei finden Sie die Leistungen der Sorten in den Versuchen.
 


Kontakt:
Andreas Lege
Getreide, Öl- und Eiweißpflanzen
Telefon: 0511 3665-4387
Telefax: 0511 3665-4525
E-Mail:


Stand: 16.09.2013