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Beizausstattung zur Rapsaussaat

Die Rapsaussaat steht vor der Tür. Auf welche Beizausstattung des Saatgutes sollte man achten?

Als Standardbeize hat sich mittlerweile die insektizide Beize Elado mit dem Wirkstoff Clothianidin durchgesetzt. Elado bietet in Kombination mit dem Fungizid TMTD gegen Auflaufkrankheiten und Erdfloh einen ausreichenden Schutz und gegen Frühbefall mit der Kleinen Kohlfliege einen Teilschutz. Vor allem bei sehr frühen Saatterminen ist ein starker Befall möglich und daher der bessere Schutz mit Elado angeraten. Bei einigen Züchtern ist Cruiser OSR als hochwertige Insektizid-/Fungizidausstattung die Standardbeize.
Der alte Standard, die Kombination aus dem Insektizid Chinook und dem Fungizid TMTD, die unter normalen Befallsbedingungen einen ausreichenden Schutz gegen Auflaufkrankheiten und Erdfloh bietet, wird nur noch vereinzelt angeboten.
Zur Absicherung gegen Falschen Mehltau ist bei Spätsaaten und generell bei Mulchsaaten eine Zusatzbeizung mit DMM empfehlenswert. Die Komplettbeize Cruiser OSR lässt eine vergleichbare Wirkung gegen Falschen Mehltau erwarten.

 Strengere Vorschriften für die Aussaat von Neonikotinoid-gebeiztem Rapssaatgut beachten!

Bei der Aussaat sind die Auflagen der insektiziden Beizen unbedingt zu beachten. Das behandelte Saatgut einschließlich enthaltener oder beim Sävorgang entstehender Stäube ist vollständig in den Boden einzubringen. Neu bei der Anwendung neonikotinoidhaltiger Rapsbeizen (Cruiser OSR, Chinook, Elado und Antarc) ist unter anderem die Auflage NH6632, die den Betriebsleiter verpflichtet, die zur Aussaat vorgesehenen Flächen mindestens 48 Stunden vor der Aussaat Imkern bekannt zu geben, deren Bienenstände sich im Umkreis von 60 m um die Aussaatflächen befinden.

Mit dieser Auflage will die Zulassungsbehörde das Risiko von Bienenvergiftungen durch Neonikotinoide in Guttationstropfen weiter reduzieren, insbesondere wenn die Bienenstöcke unmittelbar am Feld stehen. Schon bei einer Entfernung von wenigen Metern wird die Attraktivität behandelter Kulturpflanzen gegenüber alternativen Wasser- einschließlich Guttationsquellen als vernachlässigbar eingeschätzt.

Hintergrundinformationen und Verhaltensregeln zu der neuen Auflage NH6632 können unter http://www.bvl.bund.dein der Rubrik Presse/Infothek eingeholt werden. Wenn der Imker oder Standorte von Bienenstöcken nicht bekannt ist, kann auf der Homepage des Landesverbandes der Imker ein lokaler Ansprechpartner ermittelt werden.

 


Kontakt:
Joerg Schaper
Berater Pflanzenbau
Telefon: 05551 6004-322
Telefax: 05551 6004-99322
E-Mail:
Dr. Karsten Möller
Leiter Bezirksstelle Northeim
Telefon: 05551 6004-510
Telefax: 05551 6004-311
E-Mail:


Stand: 15.08.2011