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Landessortenversuche 2013: Winterraps

Die Anbaufläche von Winterraps ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ausgeweitet worden. Die Ergebnisse der Landessortenversuche 2013 liegen nun vor.

Die Aussaat der Landessortenversuche erfolgte im letzten Jahr in der Regel unter guten Bedingungen Mitte bis Ende August. Die Bestände überstanden den Winter in der Regel unbeschadet. Der späte Vegetationsbeginn im Frühjahr brachte eine Entwicklungsverzögerung über die gesamte weitere Vegetation mit sich. War im Jahr 2012 das Blühende im Mittel über alle Versuchsstandorte und Sorten am 20. Mai erreicht, war die Blüte in diesem Jahr erst am 1. Juni beendet. Auch das Datum der Gelbreife lag knapp zwei Wochen später. Dieses ist letztlich die Ursache dafür, dass die Rapsernte in diesem Jahr vergleichsweise spät beginnen konnte und somit auch das Zeitfenster zwischen Ernte, Auswertung der Landessortenversuche und Rapssausaat für die Ernte 2014  äußerst knapp bemessen ist. Die Erträge in den Versuchen fallen sehr positiv aus. Die Ölgehalte präsentieren sich etwas geringer als in den Vorjahren. In der Praxis wird dagegen mancherorts von stark schwankenden Erträgen berichtet. Die Niederschlagsverteilung gestaltete sich erneut suboptimal. Nach sintflutartigen Regenfällen Anfang Juni, die in vielen Regionen zu mehrtägigen Flächenüberschwemmungen führten, fehlten weitere Niederschläge im Vegetationsverlauf. Die Trockenheit führte auf vielen Schlägen zu einer ungleichmäßigen Abreife.


Marktleistung vorrangig berücksichtigen

In den nachfolgend aufgeführten Darstellungen der Landessortenversuche Winterraps wird die Betrachtung vornehmlich auf die Marktleistungen der einzelnen Sorten in den verschiedenen Anbauregionen gelenkt. Diese sollten stärker als der reine Kornertrag berücksichtigt werden, da der monetäre Ertrag, der sich durch den Anbau einer Kultur erzielen lässt, ausschlaggebend ist. Gerade beim Raps ist nicht nur der Ertrag entscheidend. Der Ölgehalt spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Preisbildung.

Die hier dargestellte relative Marktleistung setzt sich aus den Erträgen und den Ölgehalten inklusive Preisaufschlägen von 1,5 Prozent je Prozent Ölgehalt bei 9 Prozent Feuchte u. 2 Prozent Besatz zusammen. Für die Berechnungen der relativen Marktleistung wurde für die aktuelle Ernte ein Preis von 40 € je Dezitonne inklusive Mehrwertsteuer angenommen. Der aktuelle Rapspreis liegt nicht so hoch, da der Rapsmarkt in den letzten Monaten stark unter Druck geriet. Nennenswerte Mengen waren aber auf vielen Betrieben bereits vor der Ernte über Kontrakte zu deutlich besseren Preisen abgesichert, so dass versucht werden soll, diese auch in gewisser Weise zu berücksichtigen. Bei der Berechnung der Marktleistung werden auch die unterschiedlichen Saatgutpreise von Hybrid- und Liniensorten berücksichtigt. Für Hybridsaatgut kommt ein Aufschlag von 50 € je Hektar zum Ansatz. Die Berücksichtigung dieser Mehrkosten führt in der Berechnung letztlich von der Marktleistung zur bereinigten Marktleistung.

Die Ergebnisse für die verschiedenen Anbauregionen in Niedersachsen finden Sie in der beigfügten pdf-Datei 


Kontakt:
Andreas Lege
Getreide, Öl- und Eiweißpflanzen
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Stand: 29.08.2013