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Düngebedarfsermittlung für Stickstoff nach der Hauptfruchternte 2017

Die neue Düngeverordnung verpflichtet den Landwirt dazu, vor dem Aufbringen von wesentlichen Nährstoffmengen an Stickstoff oder Phosphat mit Düngemitteln den Düngebedarf zu ermitteln und zu dokumentieren. Wir stellen Ihnen ein kostenloses Excel-Programm für die Ermittlung des Düngebedarfs nach der Hauptfruchternte 2017 für Wintergerste, Winterraps, Feldfutter und/oder Zwischenfruchtanbau nach Getreidevorfrucht zur Verfügung, mit dem Sie in einfachen Schritten den N-Düngebedarf auf Ihren Flächen ermitteln und dokumentieren können.

Die neue Düngeverordnung verpflichtet den Landwirt dazu, vor dem Aufbringen von wesentlichen Nährstoffmengen an Stickstoff oder Phosphat mit Düngemitteln den Düngebedarf zu ermitteln und zu dokumentieren. Die weitergehenden Regelungen zur Herbstdüngung schränken die Anwendung organischer und mineralischer Düngemittel weiterhin ein. Dies betrifft alle mineralischen und organischen Düngemittel mit einem wesentlichen Stickstoffgehalt (>1,5 % N in TM). Ausgenommen ist nur Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost.

Wir stellen Ihnen ein kostenloses Excel-Programm für die Ermittlung des Düngebedarfs nach der Hauptfruchternte 2017 zur Verfügung, mit dem Sie in einfachen Schritten den N-Düngebedarf auf Ihren Flächen ermitteln und dokumentieren können. Diese Anleitung soll Sie Schritt für Schritt durch die Anwendung führen.


Anleitung zur Excel-Anwendung Düngebedarfsermittlung für Stickstoff nach der Hauptfruchternte 2017 für Wintergerste, Winterraps, Feldfutter und/oder Zwischenfruchtanbau nach Getreidevorfrucht


Nach dem Download speichern Sie das Programm auf Ihrem Rechner.

Beim ersten Öffnen erscheint im oberen Bereich eine gelbe Zeile mit einem Sicherheitshinweis. Klicken Sie hier auf „Inhalte aktivieren". Anschließend erscheint ein schlichtes Deckblatt, in dem Sie bitte ihre Adressdaten, Datum der Düngebedarfsermittlung und Ihre Betriebsnummer eintragen.

Auf dem zweiten Tabellenblatt mit dem Titel „Düngebedarfsermittlung für Stickstoff nach der Hauptfruchternte 2017" (links unten sind zwei Tabellenblätter auswählbar) können Sie nun mit der eigentlichen Düngebedarfsermittlung für Stickstoff nach der Hauptfruchternte 2017 beginnen.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Eingaben immer in Zeile 9 tätigen!

Beginnen Sie links mit einer fortlaufenden Nummer, der Bezeichnung des Schlages oder der Bewirtschaftungseinheit sowie der Flächengröße. Felder, die dunkelgrau hinterlegt sind, sind mit einem Schreibschutz gegen versehentliche Änderungen belegt und können nicht angewählt werden. Ihre Eingaben müssen Sie ausschließlich in den hellgrauen Feldern bzw. den Auswahlboxen erledigen.

Hinweis: Bei Eingabe mehrerer Schläge in das Feld „Bezeichnung" sind eventuell nicht mehr alle Einträge lesbar. Dies ändert sich aber, wenn Sie die Ermittlung beenden und die nächste Zeile aufrufen.

Im Feld „Bezeichnung" können Sie auch mehrere Schläge eintragen, wenn diese sich in den folgenden Bedingungen nicht unterscheiden:

Humusreicher Standort:
Wählen Sie über das Dropdown Menü aus, ob die Fläche einen Humusgehalt von mehr oder weniger als 4% besitzt (in der Bodenuntersuchung sind Humusgehalte >4% durch den Zusatz „h", „sh", „a" oder „H" hinter der Bodenart gekennzeichnet).

Langjährig organische Düngung:
Ab einem Gehalt von 13 mg P/100g Boden wird von einer langjährigen organischen Düngung mit entsprechendem Nachlieferungspotential ausgegangen. Wählen Sie erneut aus, in welcher Gruppe sich ihre Fläche oder Bewirtschaftungseinheit befindet.
Hinweis: Sollten Sie auch ohne organische Düngung Bodengehalte von > 13 mg P/100g Boden erreichen, so setzen Sie sich bitte mit Ihren Beratern an der zuständigen Bezirksstelle in Verbindung.

Kultur:
Wählen Sie die Kultur, die im Herbst angebaut wird aus der Liste aus.
Hinweis: Wenn Sie als Kultur „Feldfutter mit Ernte im Aussaatjahr" anwählen, erscheint eine weitere Spalte mit einem weiteren Auswahlfenster, um das Feldfutter genauer zu definieren. Bei allen anderen Kulturen ist dies nicht notwendig und das Fenster bleibt daher ausgeblendet.

Aussaatzeitpunkt:
In Abhängigkeit von der gewählten Kultur werden Ihnen verschiedene Zeiträume zur Auswahl vorgegeben.

Vorfrucht:
Wählen Sie die Kultur, die vor der jetzt anzubauenden Kultur auf der Fläche war.

Anbauverfahren:
Bei den Kulturen Gerste-W und Raps wählen Sie aus, ob Sie das Stroh der Vorfrucht abgefahren oder auf der Fläche belassen haben. Bei den anderen Kulturen wählen Sie einfach „alle Verfahren".

Nun werden Ihnen in der vorletzten Spalte Orientierungswerte für den N-Düngebedarf angezeigt.

In der letzten Spalte tragen Sie dann den Düngebedarf in kg N/ha ein. Sollten Sie einen Wert oberhalb der Spanne der Orientierungswerte eingeben, erscheint ein Warnfeld, dass Sie darauf hinweist.

Wichtig: Die angezeigten Wert stellen Orientierungswerte für den N-Düngebedarf nach der Getreideernte dar. Zusätzlich müssen die Grenzen von max. 60 kg Gesamt N/ha und maximal 30 kg NH4-N /ha beachtet werden (außer bei Feldfutter mit Ernte im Aussaatjahr, da dies als Hauptfrucht gilt). Die Grenze, die zuerst erreicht wird, limitiert die maximale Düngemenge.

Anschließend können Sie über den Button „Neue Zeile " eine weitere Bedarfsermittlung durchführen. Die vorherige Planung wird dazu eine Zeile nach unten kopiert und Sie können Ihre Eingabe wieder in Zeile 9 beginnen.

An bereits fertig ermittelten Schlägen können Sie auch nachträglich noch kleine Änderungen vornehmen, indem Sie in die entsprechende Zelle klicken und dann über den Pfeil auf der rechten Seite das Auswahlmenü öffnen. Diese sind allerdings systembedingt deutlich kleiner. Es empfiehlt sich daher die eigentliche Eingabe in Zeile 9 zu tätigen.

Oben rechts wird Ihnen immer die Flächensumme der bereits erfassten Schläge/Bewirtschaftungseinheiten angezeigt, die einen Düngebedarf aufweisen, damit Sie überprüfen können, ob noch Schläge fehlen.

Wichtig: Auch nach der letzten Bedarfsermittlung müssen Sie noch einmal „Neue Zeile" anklicken, damit die Eingabezeile wieder freigemacht wird und die Daten in eine Druckversion übertragen werden.

Wenn Sie einen oder mehrere Schläge löschen wollen, gehen Sie auf „Planung löschen" und wählen Sie die Zeilen, die Sie entfernen möchten.

Wenn Sie alle Schläge und Bewirtschaftungseinheiten, auf denen im Herbst N-haltige Düngemittel eingesetzt werden sollen, eingegeben haben, können Sie sich die Übersicht als PDF anzeigen lassen. Dazu wählen Sie die Schaltfläche „PDF erzeugen". Das Programm erstellt dann eine Ergebnisübersicht in tabellarischer Form, speichert diese im gleichen Ordner, in der auch das Excel-Programm abgelegt ist und öffnet die Ergebnis-PDF. Diese können Sie dann auf Vollständigkeit prüfen und ausdrucken.


Kontakt:
Kai-Hendrik Howind
Fachbereich Pflanzenbau, Saatgut
Telefon: 0511 4005-2270
Telefax: 0511 3665-4525
E-Mail:
Dr. Dagmar Matuschek
Pflanzenbau und Grundwasserschutz
Telefon: 0511 3665-4365
Telefax: 0511 3665-4525
E-Mail:


Stand: 22.08.2017