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Jakobs-Kreuzkraut - schön, aber giftig

Extensiv genutzte Grünlandflächen, Standweiden mit Narbenverletzungen und lückigen Beständen, Bracheflächen oder spät gemähte Flächen, Gräben, Böschungen und Straßenränder sind typische Standorte für das Jakobs-Kreuzkraut. Da es eine geringe Konkurrenzkraft gegenüber schnellwachsenden Konkurrenten hat,  ist  z.B. ein üppiger und dichter Grasbestand auf einer gepflegten Schnittwiese eine vorbeugende Maßnahme. Bei geringem Vorkommen kann ein konsequentes Entfernen der Pflanze  im Rosettenstadium eventuell noch erfolgreich sein.
 

Über kaum eine Grünlandpflanze wird so viel diskutiert, wie über das Jakobs-Kreuzkraut. Dieses liegt einerseits an seiner zunehmenden Ausbreitung in den letzten Jahren insbesondere auf extensiven Standorten und andererseits an seiner nicht unerheblichen Giftigkeit gegenüber Warmblütern. Dabei gibt es auf dem Grünland auch andere giftige Pflanzen, wie zum Beispiel den Sumpfschachtelhalm, das Wiesenschaumkraut oder der Scharfe Hahnenfuß.

 

Schon im Rosettenstadium lässt sich das Jakobs-Kreuzkraut für das geübte Auge erkennen und bei geringer Verbreitung mechanisch gut entfernen.

 

 

 

 

 

 

Im Blütestadium fällt es schon von weitem durch seine gelben Blüten auf.   

 

 

 

 


  

 

 

Die flugfähigen Samen können durch den Wind weit verbreitet werden.

 

 

 

 

Das Zusammenspiel von einem hohen Vermehrungspotential dieser Pflanze und der damit verbundenen Ausbreitungsgeschwindigkeit auch auf kommunalen  Flächen, seiner Giftigkeit und die schwierige Bekämpfung machen das Jakobs-Kreuzkraut so populär. Seine Bekämpfung insbesondere auf extensiv oder ökologisch bewirtschafteten Flächen ein Problem, da eine mechanische Bekämpfung alleine oft unzureichende Wirkungsgrade aufweist. Aber auch die chemische Bekämpfung ist häufig nicht zufriedenstellend. Neben den Landwirten stehen auch die Kommunen unter dem Druck, Jakobs-Kreuzkrautpflanzen von öffentlichen Flächen zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung insbesondere auf benachbartes Grünland zu verhindern. 

Den vollständigen Artikel mit 1 Tabelle und 6 Abbildungen können Sie sich mit der beiliegenden PDF-Datei herunterladen und/oder ausdrucken.

 


Kontakt:
Dr. Bernhard Werner
Leiter Fachgruppe Pflanze
Telefon: 0511 4005-2250
Telefax: 0511 4005-2245
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Stand: 02.05.2013