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Die Kirschessigfliege - ein neuer Schädling in Niedersachsen

Die ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammende Kirschessigfliege wurde 2008 nach Europa eingeschleppt und verbreitet sich hier seitdem. Sie befällt gesunde noch an den Pflanzen hängende beerenartige Früchte, die in der Folge schnell kollabieren. Seit dieser Woche steigen die Fallenfänge deutlich an, sodass in den kommenden Wochen mit verstärktem Befall in den späten Beerenobstkulturen und Pflaumen gerechnet werden muss. Der niedersächsische Obstanbau steht vor einer großen Herausforderung.

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) gehört zur Familie der Taufliegen, die auch Essigfliegen genannt werden. Sie ist ein enger Verwandter der einheimischen und breit bekannten Art Drosophila melanogaster, die auf überreifen und vergorenen Früchten schnell zu finden ist. 

Landläufig werden diese Fliegen auch Fruchtfliegen genannt. Wissenschaftlich gesehen ist diese Bezeichnung allerdings falsch. Denn die Essigfliegen sind nicht verwandt mit den Fruchtfliegen aus der Familie der Bohrfliegen, zu denen z.B. Kirschfruchtfliege oder Walnussfruchtfliege gehören.

Aufgrund ihrer morphologischen Besonderheiten, die sie befähigt gesunde Früchte zu schädigen, der hohen Vermehrungsraten und dem starken Ausbreitungspotenzial, hat sich D. suzukii innerhalb kürzester Zeit weltweit zu einem der gefährlichsten Schadorganismen im Beerenobst entwickelt.

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Dr. Alexandra Wichura
Leiterin Sachgebiet Pflanzenschutz im Gemüse- und Obstbau
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Stand: 14.08.2015