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Fungizideinsatz im Spargel

Die drei wichtigsten Schadpilze in Spargel sind Grauschimmel (Botrytis cinerea), Rost (Puccinia asparagi) und die Spargellaubkrankheit (Stemphylium vesicarium). Sie spielen während des Vegetationsverlaufs eine unterschiedlich große Rolle.

Während die letzten Anlagen noch in der Ernte sind, muss man sich in den Spargel-Junganlagen bereits um die Fungizidbehandlungen kümmern. Hierbei ist sowohl das Erregerspektrum, als auch die Zulassungssituation der Fungizide zu beachten.

Auftreten der drei Haupterreger

Der Befall mit Grauschimmel ist als Erstes an geschwächten, bzw. vorgeschädigten Pflanzenteilen zu finden. Typischerweise tritt er in Spargel zur abgehenden Blüte auf. An den welken Blütenblättern bricht der Pilz aus. Wenn sie von der Blüte abfallen, bleiben sie häufig im dichten Laub des Spargels hängen. Von diesen Stellen aus kann der Pilz auch auf das gesunde Gewebe übergreifen und in der Folge ganze Triebe zum Absterben bringen. Auch weiches Gewebe von trocken gefallenen Anlagen bietet einen guten Angriffspunkt für Botrytis. Da der Erreger unter trockenen Bedingungen keine Möglichkeit hat sich in einer Anlage zu etablieren, spielt der Pilz in Niedersachsen keine große Rolle. In der Regel ist eine einmalige Spritzung in die Blüte des Spargels ausreichend, um keine weiteren Probleme mit Grauschimmel zu haben. Bei sehr trockenen Bedingungen kann auf diese Spritzung sogar ganz verzichtet werden. Zur Bekämpfung sollten ausgewiesene Botrytizide eingesetzt werden. Zugelassen sind Rovral WG, Luna Sensation, Switch, Signum und Amistar Opti.

 

Den vollständigen Artikel mit einer Tabelle zugelassener Fungizide in Spargel (Jung- und Ertragsanlagen) finden Sie als PDF-Datei im Anhang..


Kontakt:
Dr. Alexandra Wichura
Leiterin Sachgebiet Pflanzenschutz im Gemüse- und Obstbau
Telefon: 0511 4005-2173
Telefax: 0511 4005-3173
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Stand: 30.06.2016



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