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Was macht die Fliege im Spargel?

Die größte Bedeutung bei den im Spargel schädigenden Insekten kommt der Spargelfliege (Plioreocepta poeciloptera) zu. Die Spargelfliege gehört zur Gattung der Bohrfliegen und ist gut an ihrer schwarz-gezackten Flügelzeichnung zu erkennen. Zwar bildet sie nur eine Generation pro Jahr, der Schlupf der Fliegen erfolgt allerdings über einen langen Zeitraum. Von Mitte April bis Mitte Juli erstreckt sich der Hauptflugzeitraum, der in gefährdeten Anlagen mit grünen Stableimfallen überwacht werden sollte.

Der Zeitpunkt und die Stärke des Auftretens wird von anlagenspezifischen Faktoren wie dem Stechende, d.h. dem Beginn des Aufwuchses im letzten Jahr, sowie der relativen Nähe zu Befallsanlagen bestimmt. So ist in Anlagen, die letztes Jahr bereits Anfang Mai aus der Ernte genommen wurden, mit einem früheren Flugbeginn, in Anlagen, die ab Mitte Juni nicht mehr beerntet wurden, mit einem entsprechend späteren Flugbeginn zu rechnen. Einen elementaren Einfluss auf den Befall von Junganlagen und vor allem Neupflanzungen hat zudem der relative Abstand zu letztjährig befallenen Anlagen. Je größer (mehrere 100 m) der Abstand ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fliegen den Spargel noch im Pflanzjahr finden. Werden Neuanlagen hingegen auf derselben Fläche oder auf der gegenüberliegenden Wegseite gepflanzt, so ist die Gefahr eines diesjährigen Zufluges ziemlich hoch.

 

 

Den vollständigen Artikel mit Informationen zu Spargelhähnchen, Thripsen und Wiesenwanzen sowie eine Zusammenstellung der zugelassenen Insektizide im Spargel (Stand Mai 2017) finden Sie in der PDF-Datei im Anhang.


Kontakt:
Dr. Alexandra Wichura
Leiterin Pflanzenschutz im Gemüse- und Obstbau
Telefon: 0511 4005-2173
Telefax: 0511 4005-3173
E-Mail:


Stand: 18.05.2017



PDF: 27946 - 312.956054688 KB   Insektizideinsatz im Spargel   - 313 KB