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Monitoringergebnisse von "230 kg N-Grünlandflächen"

Nach Vorgaben der Düngeverordnung ist die Menge an Stickstoff aus organischen Düngern tierischer Herkunft auf 170 kg je Hektar und Jahr begrenzt. Vor allem intensiv wirtschaftende Milchviehbetriebe auf Grünlandstandorten stoßen zunehmende an diese Grenze oder überschreiten sie.



Bild: Ernteermittlung

Neben der Abgabe von vermeintlich „überschüssigen“ Nährstoffen bietet sich für diese Betriebe die Inanspruchnahme der so genannten „230 kg N-Ausnahmeregelung“ für  Intensivgrünland an, um diese Nährstoffe ohne zusätzlichen Flächennachweis im eigenen Betrieb verwerten zu können.

Um erste Erfahrungen und Ergebnisse aus Praxisbetrieben zu erhalten, die Intensivgrünland nach den Vorgaben dieser Regelung bewirtschaften, wurde in der Vegetationsperiode 2009 die Erntemengen sowie und dazu gehörigen Nährstoffentzüge in drei Betrieben mit unterschiedlichen Standortbedingungen ermittelt.

Im Durchschnitt über 5 Nutzungen wurden auf den Standorten Niederungsmoor/ Geest, Hochmoor und junge Seemarsch jeweils 96,12 dt, 96,22 dt und 127,83 dt Trockenmasse je Hektar geerntet, wobei vor allem auf den Moorstandorten die ersten beiden Nutzungen einen geringeren Ertrag aufwiesen als die dritte. Ursache hierfür dürfte eine frühe Nutzung und  die lang anhaltende Frühjahrstrockenheit gewesen sein.

Entsprechend der Nährstoffgehalte im Erntegut der  fünf Nutzungstermine wurden die jeweiligen Entzüge für die drei Hauptnährstoffe (N, P, K) errechnet (vgl. Tab. 1). Korrespondierend mit dem relativ hohen  Ernteertrag wurde auf dem Marschboden insgesamt 296,5 kg N/ha mit dem Ernetgut entzogen. Auf den Moorböden wurden jeweils 270,3 und 263,4 kg N/ha entzogen.

Die Erhebungen werden in 2010 fortgeführt und um weitere Parameter erweitert.

Der vollständige Text mit den dazugehörigen Tabellen ist in der anhängenden PDF-Datei zu ersehen.

 


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Dirk Albers
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Stand: 04.05.2010