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Legehennen nachhaltig und tiergerecht füttern

Im Rahmen einer Studienreise zum Thema Ernteverfahren für Maisspindelgranulat sind Vertreter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen nach Österreich gefahren, um dort auch Praxisbetriebe mit Junghennenaufzucht und Legehennenhaltung zu besichtigen. Dabei stellte sich immer wieder die Frage, was die Legehennenhalter in Österreich anders machen, um gänzlich sowohl im konventionellen- als auch im Ökobereich auf eine Behandlung des Schnabels verzichten zu können. Im Hinblick auf den Tierschutzplan Niedersachsens gehört zu den aktuell anstehenden Tierschutzvorhaben u. a. der Ausstieg bei Eingriffen am Tier wie das Schnabelkürzen auf der Prioritätenliste.

Unsere erste Station war ein Bio-Legehennenbetrieb mit 5 000 Legehennen aus Oberösterreich, der mit einer besonderen Fütterungstechnisierung den Tieren täglich mehrmals zu einem zugekauften Ergänzungsfuttermittel, 50 % angekeimten Weizen verfüttert. Der Weizen wird zum Quellen gebracht und beginnt in der in Bewegung stehenden Trommel zu keimen. Sobald der Keim sichtbar wird bis hin zu max. bei vier Tagen wird der Weizen dem Ergänzer beigemischt und verfüttert. Durch den Keimungsprozess werden diese hochkomplexen Nährstoffsubstanzen vom Pflanzenembryo extrem leicht zu verwert- und assimilierbaren Substanzen wie Aminosäuren, Peptide und Zuckermoleküle (Dextrine) umgewandelt. Zusätzlich werden zusätzliche Mikronährstoffe wie Vitamine, Enzyme und andere Faktoren angereichert. Der Pythin-Phosphor-Komplex wird durch Keimung „geknackt“ und dem Tier verfügbar gemacht. Den höchsten Vitamingehalt an E, C, B1, B2, Niacin und Biotin enthält das Keimfutter, wenn die Spitzen die Schale aufbrechen, also die Keime höchstens 1 - 2 mm lang sind. Diese Fütterungsvariante scheint logisch und ist in diesen Legehennenbetrieb sehr nachhaltig und beeindruckend gewesen.

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Tierzucht, Tierhaltung
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Jan Eilers
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Stand: 20.08.2012