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Bewertung der Nährstofffrachten von Legehennen nach EG-Öko-Verordnung

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Konsumeiern ökologischer Herkunft werden zunehmend auch in der Erzeugung dieser Eier Bestände in einer Größenordnung von bis zu 24 000 Tieren gehalten. Über Produktionsleistungen sowie Nährstoffanfall solcher Haltungsformen sind jedoch kaum Daten verfügbar. Aus diesem Grund wurde für eine Ermittlung relevanter Daten aus der ökologischen Legehennenhaltung ein Praxisversuch in einem mit 12 000 Legehennenplätzen neu erbauten Stall durchgeführt. 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in der ökologischen Legehennenhaltung zwar hohe Leistungen möglich sind, dieses Haltungsverfahren aber auch mit höheren Stickstoffausscheidungen verbunden ist. Durch die Einschleppung von Sand aus dem Freiland kommt es zu einem höheren Anfall der Kotmengen sowie einem Verdünnungseffekt der Nährstoffgehalte im Hühnertrockenkot aus den Scharrräumen. Für eine bedarfsgerechte Düngung sollte daher geprüft werden aus welchem Haltungssystem der Hühnertrockenkot entstammt und wie lange dieser zwischengelagert wurde.

Rund 40 % der organischen Substanz gehen im Zwischenlager verloren, der Hauptteil gast aus, es entstehen Kohlendioxid und flüchtige N-Verbindungen. In den Wintermonaten ist eine Verflüssigung der unteren Mistbereiche im Misthaufen festzustellen. Durch eine fortlaufende Beprobung von Mistmengen und die Ermittlung von Nährstofffrachten bei einer Ökoherde innerhalb einer Legeperiode kann von 26 kg je Stallplatz und Jahr abtransportiertem Hühnertrockenkot ausgegangen werden. In mehreren großen Bodenhaltungen wurde ein Durchschnittswert von 22 kg je Stallplatz und Jahr ermittelt, hierin sind bereits etwa 4 kg Kot/Einstreugemisch aus dem Scharrräumen enthalten.

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Kontakt:
Dr. Peter Hiller
Tierzucht, Tierhaltung
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Stand: 26.09.2012