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Naturheilkunde/Homöopathie in der Rinderhaltung

„Kügelchen & Co im Kuhstall? das passt doch nicht in unseren modernen Milchviehbetrieb“ 
In diesem Aritkel lesen Sie verschiedener Erfahrungsberichte einiger Rinderhaltung zum Thema Naturheilkunde.


Bild 1: Ehepaar Neelen „Ohne Naturheilverfahren wäre unsere beste Kuh nicht mehr im Betrieb“

Betrieb Melanie und Hinrich Neelen, Ihlow
„Kügelchen & Co im Kuhstall? das passt doch nicht in unseren modernen Milchviehbetrieb“ argumentierten Hinrich und Melanie Neelen.

Oh doch! Es passt! Denn machen wir uns nichts vor: Die Zahl der Resistenzen nimmt stetig zu und eine Lösung ist nicht wirklich in Sicht. Das ist unser Hauptbeweggrund gewesen, als konventionell wirtschaftender Betrieb mit 120 Milchkühen plus Nachzucht nach Alternativen für die Behandlung unserer Tiere zu schauen, erklären die Beiden aus Riepe in der Nähe von Emden.

„Selbst voreingenommen (So verdünnt soll was wirken? Kräuter, was sind das? Davon gibt die Kuh keine Milch!) habe ich mich beim Naturheilkundeseminar bei der LWK in Oldenburg angemeldet“ so Melanie Neelen. Seitdem haben wir viele schöne Behandlungserfolge erlebt und verdanken der Homöopathie u.a. den Erhalt unserer wertvollsten Zuchtkuh.

Um solche Erfolge feiern zu können, ist jedoch Umdenken gefragt (was zugegebenermaßen nicht von heute auf morgen geschieht, sondern sich entwickeln muss)! Die Idee der Homöopathie ist es, nicht Erreger und bestimmte Faktoren X zu bekämpfen oder zu eliminieren. Ziel ist es, durch die Gabe einer dem Krankheitszustand des Organismus ähnlichen Arznei die Lebenskraft so anzuregen, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers mit der Störung fertig werden und der Patient/das Tier gesundet.

Darum gibt es auch nicht das Mittel bei Mastitis, sondern z.B. einen Belladonna oder Phytolacca ähnlichen Zustand. Dadurch spielt es eine eher untergeordnete Rolle, ob es sich hierbei um eine Strepto- oder Staphylokokken-Infektion handelt.

Ähnlich wie beim Menschen spiegelt es sich oft wieder, dass die so stark angezweifelte Homöopathie bei schulmedizinisch austherapierten Fällen zu Rate gezogen wird und dann mal eben ein Wunder vollbringen soll. Da wir die Erfahrung gemacht haben, dass sie das kann, geht unser Bestreben dahin, den Spieß umzudrehen und im Vorfeld aktiver homöopathisch zu behandeln. „Da homöopathische Mittel keine Wartezeit haben, kann ich ich schon eingreifen, wenn mir ein Tier „nicht so gefällt“ oder „später als sonst zum Melken kommt.“ Das sind ja oft die ersten Anzeichen vor Entstehung einer akuten Erkrankung.

Seit dem ersten Kurs ist Melanie Neelen laufend dabei und möchte sich hinsichtlich Naturheilverfahren weiterentwickeln. Auch ein Sprung in die Selbständigkeit als Tierheilpraktikerin ist nicht ganz abwegig, sofern Familie und der Betrieb es zulassen.

 Weitere Erfahrungsberichte zum Thema Naturheilkunde entnehmen Sie bitte den angehängten pdf.Dateien.

Weitergehende Informationen finden Sie auch:


Kontakt:
Heino Martens
Berater Tierproduktion
Telefon: 0441 34010-128
Telefax: 0441 34010-170
E-Mail:


Stand: 11.03.2016