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Video: Homöopathie in der Milchviehhaltung

Homöopathie wirkt nach dem Grundsatz: Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden. Hat eine Kuh eine Euterentzündung (Mastitis), wird sie mit einem homöopathischen Mittel behandelt, das mastititisähnliche Symptome im Körper hervorruft. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Tieres aktiviert. Neben Injektionen  kommen auch Globuli, kleine Kügelchen aus Zucker, sowie Tropfen zum Einsatz.

Wichtig sei, dass man als Homöopath die Krankheiten besonders früh erkennt. Dazu müsse man seine Tiere bei den täglichen Kontrollgängen besonders gut beobachten.

Landwirt Eike Krause melkt zurzeit 140 Kühe. Bei einer beginnenden Euterentzündung weiß er genau, was zu tun ist. Werden bei der Milchkontrolle erhöhte Zellzahlen festgestellt, spritzt er der betroffenen Kuh ein homöopathisches Mittel.

Er ist froh über die Vorteile dieser Medizin: Für eine Gabe homöopathischer Medikamente müsse er nicht auf den Tierarzt warten. Er könne die Mittel zeitnah einsetzen, Nebenwirkungen und Resistenzen gäbe es nicht: "Und besonders schön ist, dass ich nach dem Verabreichen keine Wartezeiten einhalten muss. So haben wir keine Milchverluste und somit keine Kosteneinschränkungen." Mit der Milch verdiene er nun einmal sein Geld und wenn in Sachen Eutergesundheit alles gut laufe, habe er bei der Arbeit besonderen Spaß.

Effektive Mikroorganismen helfen
Außer der Homöopathie nutzt Eike Krause gerne effektive Mikroorganismen, kurz EM: "Den Anstoß dazu bekam ich auch in einem Landwirtschaftskammer Seminar. Der Seminarleiter hatte von EM und deren positiven Wirkungen auf Tiere und Pflanzen erzählt. Das fand ich so interessant, dass ich ihn auf unseren Hof eingeladen habe, um mich mal beraten zu lassen."

Die Wintermonate nutzt Eike Krause immer wieder, um sich weiterzubilden in Sachen Naturheilverfahren. Er möchte noch mehr Krankheiten seiner Kühe homöopathisch behandeln und auch den Einsatz der effektiven Mikroorganismen weiter verbessern: "Ausgelernt hat man bei diesem Thema nie", betont er.

Mittel müssen für Nutztiere zugelassen sein
Homöopathische Mittel, die Milchviehhalter anwenden, müssen für Nutztiere zugelassen sein. Laut Gesetz sind das nur etwa 60 bis 70 Einzelmittel. Heino Martens, Fachmann für den Einsatz von Naturheilverfahren in der Milchviehhaltung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen , ist das zu wenig: "Ein Wunsch von unserer Seite wäre, dass wir einen Dialog führen können, mit Politik, Landwirten, Beratern, mit Tierärzten und Verbrauchern, um viel mehr Einzelmittel zum Einsatz bringen zu können." In Zeiten der Antibiotikadiskussion sei das dringend notwendig.

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Kontakt:
Heino Martens
Berater Tierproduktion
Telefon: 0441 34010-128
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Stand: 11.03.2016