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Erfolgreiche Rindermastveranstaltung in Verden

Am 2. März 2017 lud die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Masterrind GmbH bereits zum 4. Mal zum „Fachgespräch Rindermast“ in das Forum der Niedersachenhalle Verden ein. Die diesjährigen Themenschwerpunkte lagen bei Fütterungskonzepten, Rindermast in Zeiten des Klimawandels sowie einem Praktikerbericht mit Schwerpunkt Stallneubau.

Insgesamt standen drei Vorträge auf dem Programm. Nach einleitenden Worten des Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Heinrich Grupe, zur momentanen Situation von Rindermastbetrieben und zukünftigen Herausforderungen, machte Jens Gödde vom AGRAVIS Mischfutterwerk Emsland GmbH den Anfang der Vortragsreihe. Als Fachberater für Fresserproduktion und Bullenmast erläuterte er das Thema der effizienten Fütterungskonzepte in der Rindermast unter Berücksichtigung von rassetypischen Besonderheiten. Er ging dabei auch auf die Faktoren (Wasserversorgung, Gestaltung Fressplatz usw.) zur Erhöhung der Futteraufnahme ein, denn diese sei absolut entscheidender als die Energiedichte der Gesamtration.

Ansgar Lasar, Klimaexperte der Landwirtschaftskammer Niedersachen aus Oldenburg, referierte über die Anforderungen der Politik an die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels und stellte die Folgen des Klimawandels eindrucksvoll dar. Insbesondere ging er auf die schwierige Situation der Rindermäster ein, für die es keine direkten Möglichkeiten gibt, die Methanemissionen zu reduzieren. Einige betriebliche Maßnahmen, wie z.B. eine gasdichte Güllelagerung können zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes führen. Weiterhin stellte Lasar einen für den Einzelbetrieb entwickelten Rechner zur Klimabilanz vor. Die Aussage „eine Flugreise nach Gran Canaria ist klimaschädlicher als 10 Jahre durchschnittlicher Rindfleischkonsum“ dürfte manchem Zuhörer in Erinnerung geblieben sein.

Den dritten Vortrag hielt Stefan Volbers, Landwirt aus Engehausen bei Schwarmstedt. Er teilte den Zuhörern, in der Mehrzahl praktische Bullenmäster, seine Erfahrungen und Probleme beim Neubau eines 300er Bullenstalls ehrlich mit. Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen hat sich der gelernte Industriekaufmann und Landwirt für einen Stall mit Spaltenboden und Teilgummiauflage entschieden. Die 6,50 m tiefen und 5,50 m breiten Buchten bieten 3,5 m² Platz / Endmastbulle. Interessant die Gestaltung der Buchten, indem im vorderen Buchtenbereich durch Schwenk-Doppelgitter ein Treibegang erzeugt werden kann. Aus Sicht der Arbeitssicherheit ist dies sehr positiv für das Umtreiben bzw. Verladen der Tiere zu sehen. Ein weiterer Stallneubau ist in Planung.

Zur diesjährigen Veranstaltung kamen circa 180 interessierte Besucher, die sich in entspannter Atmosphäre informierten. Die regen Diskussionen im Anschluss an die Vorträge zeigten das Interesse an den gewählten Themen. Das nächste „Fachgespräch Rindermast“ findet voraussichtlich wieder in der ersten Märzwoche 2018 statt.


Kontakt:
Heidi Meine-Schwenker
Rindermast, Tierschutz Rind, Tiertransporte, Leistungs- und Qualitätsprüfung Milch
Telefon: 0441 801-692
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E-Mail:
Friederike Gerken
Praktikantin
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Stand: 07.03.2017