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Fachgespräch Legehennenhaltung in Cloppenburg

Ab 2016 ist das Schnabelkürzen bei Legehennen in Niedersachsen verboten. Aufgrund der aktuellen Thematik bietet die Landwirtschaftskammer am 22. Oktober 2013 hierzu eine Vortragsveranstaltung an. Zukünftige politische Rahmenbedingungen und deren praktische Umsetzung in der Legehennenhaltung und Junghennenaufzucht sind die Hauptthemen dieser Veranstaltung.

Für ein bundesweites und verbindliches Ende des Schnabelkürzens bei Legehennen setzt sich Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer ein. Das Kürzen der Schnabelspitze stellt einen schmerzhaften Eingriff dar, der auch vielfältige Funktionen des Schnabels beeinträchtigt, so der Minister. Niedersachsens politischer Wille ist ein Verzicht auf das Kürzen konventionell gehaltener Legehennen nach dem Vorbild Österreichs und der ökologischen Hennenhaltung.
Im Juli 2013 hat sich bereits eine Delegation aus Niedersachsen österreichische Legehennenhaltungen angeschaut. Gemäß dem niedersächsischen Tierschutzplan soll bis Ende 2016 auf ein Kürzen der Schnabelspitze verzichtet werden. Dies wiederum könnte jedoch bedeuten, dass sich das Risiko für Federpicken und Kannibalismus deutlich erhöht.

In Anlehnung an den Tierschutzplan sind in Niedersachsen Empfehlungen zur Verhinderung von Federpicken und Kannibalismus  mit dem Verzicht auf ein Schnabelkürzen formuliert worden. Darüber hinaus werden zusätzlich Schulungen zu diesem Themenkomplex abgehalten. Damit diese Informationen auch an den Praktiker und an den Erzeuger gelangen, veranstaltet die Landwirtschaftskammer Niedersachsens in Zusammenarbeit mit der Niedersächsische Geflügelwirtschaft und dem Deutschen Landwirtschaftsverlag ein Fachgespräch Legehennenhaltung in der Stadthalle Cloppenburg. Dabei sollen die gemachten Erfahrungen aus Österreich auch den niedersächsischen Erzeuger vermittelt werden. Welche Alternativen es gibt, um Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen zu vermeiden, stellt ein Schwerpunktthema dieser Veranstaltung dar. Dabei sollten wir sicherlich auch der Frage nachgehen, wie in Niedersachsen bzw. bundesweit die Rahmenbedingungen für die Eiererzeugung aussehen und ob wir mit dieser sensiblen Tierschutzthematik auf EU Ebene noch wettbewerbsfähig sind. Die Landwirtschaftskammer hat sich dieser Herausforderung gestellt und wird mit namhaften Referenten dieses sensible Thema im Fachgespräch Legehennennhaltung am 22.10. in Cloppenburg anpacken.  

Eingerahmt wird die Veranstaltung durch zahlreiche Informationsstände des vor- und nachgelagerten Bereiches.

Folgende Referenten und Themen sind geplant:


• Prof. Dr. Knut Niebuhr, Veterinärmedizinische Universität Wien

  • Federpicken - Kannibalismus - Schnabelkürzen - Erfahrungen aus Österreich

• Dr. Sabine Petermann, LAVES

  • Tierschutzplan Niedersachsen - Sachstand Legehenne

•Dr. Matthias Schmutz, Lohmann Tierzucht Cuxhaven

  • Was kann die Züchtung leisten?

• Dr. Heinrich Thiele; Lohmann Tierzucht Cuxhaven

  •  Mit der Junghenne fängt alles an

• Dr. Albert Hortmann-Scholten, Landwirtschaftskammer Niedersachsen

  • Sind wir in Zukunft noch wettbewerbsfähig?
     

In der Stadthalle in Cloppenburg beginnt die Veranstaltung ab 12:30 Uhr.
27 Firmen unterstützen die Veranstaltung durch ihre Informationsstände. Diese sind bis 19:30 Uhr geöffnet.

Die Vorträge beginnen um 13:30 Uhr. Ende der Veranstaltung wird gegen 20:00Uhr sein.

Organisatoren sind die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Deutsche Landwirtschaftsverlag und der Niedersächsische Gefügelwirtschaft Landesverband e.V.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Um Anmeldung wird per Mail gebeten. Das Anmeldeformular finden Sie unter dem Veranstaltungshinweis.


Kontakt:
Silke Schierhold
Beraterin Geflügel
Telefon: 0441 801-695
Telefax: 0441 801-634
E-Mail:
Dr. Peter Hiller
Tierzucht, Tierhaltung
Telefon: 0441 801-696
Telefax: 0441 801-634
E-Mail:


Stand: 27.09.2013