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Schaf- und Ziegentag in Verden gut besucht

Am Freitag, den 20. März 2015 konnte Gerhard Schwetje, der Präsident der LWK Niedersachsen, etwa 130 Besucher auf dem 5. Niedersächsischen Schaf- und Ziegentag im Forum der Niedersachsenhalle in Verden begrüßen. Er bedankte sich bei den Organisatoren, den Referenten, den Sponsoren und allen, die zum Gelingen dieser Vortragstagung beigetragen haben.

Er begrüßte die Vorsitzenden der fünf niedersächsischen Schaf –und Ziegenzuchtverbände als Mitveranstalter der Tagung. In seinem Grußwort wies er auch auf einige aktuelle Themen der hiesigen Schafhaltung und Ziegenhaltung hin. Der Präsident stellte die vier Referenten vor, darunter Stefan Kleuker von der Bewilligungsstelle Uelzen der LWK und Antje Hamann-Thölken vom Schaf- und Ziegengesundheitsdienst der LWK. Er fand es bemerkenswert, dass eigentlich nur der Vortrag zur Parasitensituation und zur Entstehung, Vorbeugung und Behandlung von Wurmmittelresistenzen ein rein fachlicher Vortrag sei und die weiteren Beiträge zur Agrarförderung und zur Ausbreitung des Wolfes eher den Rahmenbedingungen der Schaf- und Ziegenhaltung zuzuordnen seien. Besonders begrüßt wurde Frau Dr. Walther vom Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband, die über langjährige Erfahrungen zum Umgang mit dem Wolf und zum Wolfsmanagement in ihrem Bundesland berichtete. Man stelle sich zwar auch in Sachsen die Frage, ob man den Wolf braucht, aber insgesamt sind alle Seiten an einem möglichst konfliktarmen Nebeneinander von Wolf und Mensch interessiert. Sie riet dazu, die Fördermöglichkeiten auszuschöpfen und die Weiden möglichst gut und sicher einzuzäunen. Konstantin Knorr vom niedersächsischen Umweltministerium betonte, dass die Sicherheit des Menschen beim Wolfsmanagement natürlich an erster Stelle steht. Der Einrichtung einer wolfsfreien Zone im Küstengürtel Niedersachsens erteilte er eine klare Absage. Das Umweltministerium setzt sich derzeit bei der EU für die Genehmigung der Förderrichtlinie Wolf ein, damit die Wolfsrichtlinie künftig nicht mehr der sog. „de minimis Regelung“ unterliegt und alle wirtschaftlichen Schäden durch Wolfsübergriffe sowie alle Anträge auf Förderung von Präventionsmaßnahmen auch bedient werden können. Carl Lauenstein vom Vorstand des Landesschafzuchtverband Niedersachsen hielt ein knackiges Schlusswort. Er kritisierte vor allem die vom Umweltministerium vorgenommene Rücknahme einiger für die Schaf- und Ziegenhaltung interessanten Agrar- und Umweltmaßnahmen für die kommende Förderperiode. Auch außerhalb der Vortragstagung und in den Pausen, wurden viele Fachgespräche geführt. Insgesamt 17 Sponsoren haben die Veranstaltung  unterstützt und viele hielten im Eingangsbereich Prospekt- und Informationsmaterial bereit oder standen als Ansprechpartner zur Verfügung. Besonders viel wurde mit den Firmen diskutiert, die Elektronetze und Weidezaungeräte herstellen und vertreiben.

 


Kontakt:
Klaus Gerdes
Tierzucht, Tierhaltung
Telefon: 0441 801-611
Telefax: 0441 801-634
E-Mail:


Stand: 11.03.2016



PDF: 23349 - 190.819335938 KB   Referat Dr. Walther   - 191 KB  
PDF: 23352 - 64.251953125 KB   Referat Hamann-Thölken   - 64 KB  
PDF: 23350 - 237.162109375 KB   Referat Kleuker   - 237 KB  
PDF: 23351 - 439.344726562 KB   Referat Knorr   - 439 KB