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Mutterkorn

Keine neuen Höchstgehalte für Futtermittel 

Mutterkorn ist die Überdauerungsform des Pilzes „Claviceps purpurea“ und wird anstelle der Körner in den Ährenanlagen des Getreides gebildet. Es befällt überwiegend Roggen, kann aber auch bei anderen Getreidearten und Gräsern vorkommen. Rechtlich gesehen darf maximal 1 g Mutterkorn je kg Futtermittel enthalten sein, entscheidend für das Tier sind aber die im Mutterkorn enthaltenen giftigen Alkaloide. Zwischen Mutterkorn- und Alkaloidgehalt besteht jedoch kein enger Zusammenhang. Da Mutterkorn zu den unerwünschten Stoffen zählt, ist ein Verschneiden belasteter Partien mit einwandfreier Ware nicht zulässig.

Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat im Jahr 2012 Werte für die täglich tolerierbare Aufnahmemenge an Ergotalkaloiden je kg Körpergewicht  ermittelt. Laut BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) sind für bestimmte Verbrauchergruppen bei Verzehr von Mutterkorn haltigen Backwaren und Mehlen unerwünschte gesundheitliche Wirkungen möglich.  Der BVA (Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V.) schreibt im anliegenden Merkblatt, dass die EU-Kommission noch im Jahr 2015 Höchstgehalte fürLebensmittel  erlassen will. Für Mutterkorn-Sklerotien in unverarbeitetem Getreide (mit Ausnahme von Mais und Reis) soll eine Höchstmenge von 0,5 g/kg gelten.

 Eine Minimierung von Mutterkorn und Ergotalkaloiden ist notwendig.  Eine vom Max Rubner-Institut geleitete Arbeitsgruppe hat entsprechende Handlungsempfehlungen dazu erarbeitet (Anlage).


Kontakt:
Andrea Meyer
Fütterung von Rindern und Schweinen, Futterberatungsdienst e.V.
Telefon: 0511 3665-4479
Telefax: 0511 3665-4521
E-Mail:


Stand: 21.09.2015



PDF: 24010 - 350.182617188 KB   Merkblatt Mutterkorn   - 350 KB  
PDF: 24011 - 526.676757812 KB   Handlungsempehlungen Mutterkorn   - 527 KB