Webcode: 01028715

Mastschweinefütterung: Erleben Erbsen & Co. eine Renaissance?

Ja, die heimischen Körnerleguminosen erleben in diesem Jahr eine kleine Renaissance, denn durch die Greening-Verpflichtungen wird ihr Anbau auf die ökologischen Vorrangflächen angerechnet. Zahlreiche Forschungsprojekte und länderübergreifende Netzwerke für Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen wurden initiiert. Das verwundert den ein oder anderen, handelt sich doch um altbekannte Futtermittel. Aber vor allem aus ökonomischen Gründen führten diese in den letzten Jahrzehnten ein Nischendasein, und Marktexperten gehen weiter davon aus, dass sich daran vorerst nicht viel ändern wird.

Eine nennenswerte Rolle spielen die Hülsenfrüchte bis heute im ökologischen Landbau. In Niedersachsen hat der Anbau im letzten Jahr etwas zugenommen, wie Übersicht 1 zeigt.

Übersicht 1: GAP-Flächen (ha) in Niedersachsen

 

2013

2014

Ackerbohnen

1801

1997

Erbsen

1006

1299

Lupinen

444

603

Gesamt

3251

3899

In Deutschland wurden knapp 70.000 ha im Jahr 2013 und  93.000 ha in 2014 angebaut.

Noch ist nicht genau bekannt, wie viele Flächen mit Körnerleguminosen heute bestellt sind. Nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wurden in 2015 84.000 ha Erbsen und 40.000 ha Ackerbohnen angebaut.

Nicht nur das Greening, sondern auch pflanzenbauliche Aspekte wie die Fruchtfolgeauflockerung, der Vorfruchtwert und das Ackerfuchsschwanzproblem oder der Einsatz von nicht genetisch veränderten (GVO) Eiweißkomponenten sind Gründe für die Ausweitung des Körnerleguminosenanbaus. Das vorrangigste Ziel besteht aber darin, den Aufwand an mineralischem Stickstoffdünger und den Zukauf von Eiweißkomponenten zu senken. Bald könnten die Mengen soweit ansteigen, dass sie für Mischfutterhersteller interessant werden. Und da vorrangig Ackerbaubetriebe über den Anbau nachdenken (in Veredlungsregionen kommt der Leguminosenanbau wegen der Gülleproblematik kaum in Betracht), gelangt ein Großteil der Ware in den Handel.

Den vollständigen Artikel entnehmen Sie bitte der angehängten pdf-Datei.


Kontakt:
Andrea Meyer
Fütterung von Rindern und Schweinen, Futterberatungsdienst e.V.
Telefon: 0511 3665-4479
Telefax: 0511 3665-4521
E-Mail:


Stand: 11.03.2016