Bezirksstelle Bremervörde
Webcode: 01025993

Über die Bezirksstelle Bremervörde

Das „ Grüne Dreieck“ erstreckt sich zwischen Weser und Elbe über eine Fläche von 685.000 ha, davon werden 430.000 ha landwirtschaftlich genutzt. Waldflächen sind im Vergleich zum übrigen Niedersachsen nur gering vorhanden. Eine Besonderheit ist der Obstanbau mit 9.000 ha im „Alten Land“ im Kreis Stade. 

Bezirksstelle Bremervörde
Bezirksstelle BremervördeThomas Schlumm
Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Erzeugung ist die Milchproduktion. Durch den bestimmenden Einfluss des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, hat sich die Biogasproduktion zu einem starken Wirtschaftsfaktor entwickelt. Auswirkungen auf den Maisanbau und den Pachtmarkt sind sicht- und spürbar.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer sind Ihre Ansprechpartner für landwirtschaftliche Fragestellungen und fachbehördliche Aufgaben.
Unser Dienstgebiet erstreckt sich über die Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg, Stade und Verden.

Die Änderung politischer Rahmenbedingungen sowie die zunehmenden gesellschaftlichen Nutzungskonflikte stellen Landwirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wir unterstützen und begleiten Sie mit unserem fachlich versierten und motivierten Beratungsteam. 

Unsere ländliche Struktur
Unsere Region ist geprägt von Sand-, Moor- und Marschböden. Der Einfluss des maritimen Nordseeklimas gleicht viele Nachteile der leichten Böden aus. Von den 240.000 ha Ackerland im Dienstgebiet werden fast 130.000 ha mit Mais und 70.000 ha mit Getreide bestellt. Auf 7.000 ha wird Raps angebaut, Kartoffeln und Zuckerrüben haben mit gut 6.000 ha bzw. 2.000 ha nur noch in spezialisierten Betrieben eine Bedeutung. Knapp 190.000 ha Grünland dienen neben dem Mais als Ernährungsgrundlage für ca. 440.000 Rinder und als Substrat für Biogasanlagen. Jährlich durchschnittlich über 700 mm Niederschlag sind in der Regel ausreichend für das Pflanzenwachstum. Durch zunehmende Wetterextreme setzen einige landwirtschaftlichen Betriebe vermehrt Beregnungen zur Risikominderung ein.

7.000 landwirtschaftliche Betriebe mit jeweils gut 60 ha Nutzfläche verzeichnet die Statistik heute, im Jahr 1983 waren es noch über 14.000 Betriebe. Der Strukturwandel führte dazu, dass in unserer Region heute 1.400 Höfe mit jeweils über 100 ha wirtschaften, im Schnitt sind es 160 ha je Betrieb. Damit werden in dieser Betriebsgruppe 55% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche bewirtschaftet.

Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Erzeugung ist die Milchproduktion. Mit über 250.000 Kühen werden ein Drittel aller Milchkühe in Niedersachsen im „Grünen Dreieck“ gehalten. Die Milchviehhaltung ist in 3.000 Betrieben zu Hause. Die Tiere produzieren 1,8 Mrd. kg Milch jährlich. Ca. 450.000 Mastschweine bilden den zweiten Schwerpunkt in der tierischen Erzeugung. Die Geflügelhaltung ist vergleichsweise weniger stark ausgeprägt, hier verzeichnet die Statistik 3,6 Millionen Tieren für unsere Region. Ferner hat die Pferde-haltung mit 19.000 Pferden für die Zucht und den Reitsport ihren Platz im Grünen Dreieck. Alle Tierarten zusammengerechnet verzeichnen wir 1,4 Großvieheinheiten (GV) je Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und liegen damit deutlich unter dem als kritisch betrachteten Wert von 2,0 GV.

Die Biogaserzeugung hat sich als weiteres Standbein etabliert. Etwa 300 Anlagen mit einer Leistung von gut 110 Megawatt speisen Strom ins öffentliche Netz.

Die Konkurrenz um die Fläche hat sich deutlich verschärft. Betriebliches Wachstum über die Fläche ist teuer geworden. Zu dem Flächenbedarf durch die erneuerbaren Energien wie Biogas, treten die Ansprüche der Kommunen zur Ausweisung von Bau- und Gewerbegebieten. Hinzu kommen Flächen beanspruchende Projekte wie die A 20. Diese Vorhaben sind zusätzlich mit der Ausweisung von Kompensationsflächen verbunden und verschärfen die angespannte Lage. Ferner führen politische Vorgaben die die landwirt-schaftliche Tierhaltung wieder stärker an die Fläche binden zu verstärkter Nachfrage. Diskussionen um die Einschränkung der landwirtschaftlichen Nutzung von Moorstandorten in unserer Region, werden vor dem Hintergrund umso intensiver geführt. Laut Statistik verringert sich die landwirtschaftliche Nutzfläche für unsere 5 Landkreise insgesamt um jährlich gut 1.000 ha.

Der Anteil der Landwirtschaft an der Bruttowertschöpfung im Grünen Dreieck liegt bei 3 % und damit doppelt so hoch wie im Schnitt in Niedersachsen. Eine besondere Rolle haben die vor- und nachgelagerten Bereiche der Landwirtschaft (Gewerbe, Lebensmittelindustrie). Beispielhaft sei hier das DMK in Zeven genannt. Diese Bereiche einbezogen liegt der vergleichbare Wert über 25 %.

Unsere Kunden
Unsere wichtigsten Kunden und Ansprechpartner sind die Menschen auf den Höfen zwischen Weser und Elbe. An sie richtet sich vorrangig unser Beratungs- und Dienstleistungsangebot, das auf eine fachliche Förderung und auf die Wahrnehmung der fachbehördlichen Belange der Landwirtschaft ausgerichtet ist.
Im persönlichen Gespräch auf dem Betrieb, am Telefon, auf Veranstaltungen, in Arbeitskreisen oder durch Rundschreiben und Veröffentlichungen erfolgt ein enger Austausch mit unseren Kunden. Dieser Kontakt mit den Betriebsleitern und ihren Mitarbeitern ist letztlich die Voraussetzung dafür, die Anliegen der praktischen Landwirtschaft zu erkennen und Antworten auf aktuelle Fragestellungen geben zu können.
Unerlässlich ist in diesem Zusammenhang die enge Zusammenarbeit mit anderen landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Verbänden und Organisationen in unserer Region. Dazu gehören z. B. die sechs Kreisverbände des Niedersächsischen Landvolkes, die über 20 Beratungs- und Maschinenringe, die verschiedenen Fachbehörden der Landkreise, die Kommunen, Trinkwasserverbände und andere.


Unsere Bezirksstelle
Die Bezirksstelle gliedert sich entsprechend der Aufgaben in drei Fachgruppen:

Die Fachgruppe 1 bietet Ihnen ein umfassendes Angebot in den Bereichen der Wirtschaftsberatung, der beruflichen Aus- und Weiterbildung, der Unternehmensberatung für lanwirtschaftliche Betriebe und Biogasanlagen, der einzelbetrieblichen Förderung, der hauswirtschaftlichen Beratung sowie der Tierhaltung (Rind und Schwein). Einen saisonalen Schwerpunkt stellt die Unterstützung der Betriebe bei der Antragsstellung auf Agrarförderung dar. Die Fachgruppe 1 ist auch an den Außenstellen Cuxhaven (Standort Bremerhaven), Stade-Agathenburg und Verden / Aller vertreten.
Fachgruppenleiter: Christoph Paulmann

Die Fachgruppe 2 ist als Träger öffentlicher Belange für die verschiedensten Planungs- und Genehmigungsverfahren zuständig, aktuell beispielsweise im Rahmen der Ausweisung von Bau- und Gewerbegebieten oder bei Infrastrukturvorhaben wie A 20/A26 und SuedLink. Darüber hinaus ist sie als landwirtschaftliche Fachbehörde in zahlreiche behördliche Verfahren eingebunden. Weitere Schwerpunkte sind die landwirtschaftliche Zusatzberatung in Wasserschutzgebieten und Nährstoffmanagementberatung.  Ingenieurdienstleistungen z.B. im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren und Fachplanungen werden angeboten. Aktuelle Themen wie Klimaschutz, Biodiversität und Wassermanagement stellen einen zunehmenden Arbeitsschwerpunkt im Rahmen von Projektarbeit und Beratung dar.
Fachgruppenleiter: Sebastian Küwen

Die Fachgruppe 3 bearbeitet Fragen des Pflanzenbaus und Pflanzenschutzes. Hier erfolgt die produktions-orientierte Beratung in Form von Einzelgesprächen, Arbeitskreisen und Veröffentlichungen. Grundlage sind u.a. die in zahlreichen Feldversuchen gesammelten Erfahrungen, zu denen insbesondere das Versuchs-feld in Rockstedt beiträgt. Weitere Aufgaben sind z. B. die Saatenanerkennung sowie die Pflanzenbeschau bei Im- und Exporten.
Fachgruppenleiter: Lüder Bornemann

Gesamtleitung der Bezirksstelle: Karsten Lodders


Weitere Organisationen im "Grünen Zentrum" in Bremervörde:

Kontakte

Dipl.-Ing. agr.
Karsten Lodders

Leiter Bezirksstelle Bremervörde

 04761 9942-131

  karsten.lodders~lwk-niedersachsen.de


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