Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt viele Menschen zusammen– ob im Biergarten, auf dem Dorfplatz oder auf dem Hof. Für Betriebe mit Gastronomieangeboten, insbesondere im Rahmen der Einkommenskombination, kann ein Public Viewing eine attraktive Möglichkeit sein, Gäste zu gewinnen und zusätzliche Umsätze zu erzielen. Gleichzeitig gilt aber für alle Veranstalterinnen und Veranstalter: Eine gute Organisation und vor allem durchdachte Hygienemaßnahmen sind entscheidend für den Erfolg.
Sommerliche Temperaturen – unterschätztes Risiko
Die WM findet in den Sommermonaten statt – und genau das stellt Veranstalter/-innen vor besondere Herausforderungen. Wärme begünstigt die Vermehrung von Keimen, und empfindliche Lebensmittel können schneller verderben.
Deshalb ist ein Grundprinzip besonders wichtig:
👉 Heißes heiß halten – Kaltes kalt halten!
Bereits kurze Unterbrechungen der Kühlung können problematisch sein. Ebenso kritisch ist es, wenn warme Speisen nicht durchgehend heiß genug bleiben.
Wichtige Temperaturbereiche im Überblick
- Leicht verderbliche Lebensmittel: max. +7 °C
- Molkereiprodukte: max. +6 °C
- Fleisch und Fleischwaren: max. +4 °C
- Hackfleisch: max. +2 °C
- Fisch: 0 bis +2 °C
- Tiefkühlprodukte: −18 °C oder kälter
Warme Speisen sollten mit mindestens +60 °C ausgegeben werden. Der kritische Temperaturbereich zwischen +10 °C und +60 °C ist möglichst zu vermeiden.
Lebensmittel sicher anbieten – darauf kommt es an:
Hygiene beim Personal - auch bei bester Technik steht der Mensch im Mittelpunkt:
- regelmäßiges Händewaschen sicherstellen
- geeignete Waschmöglichkeiten mit Wasser, Seife und Einmalhandtüchern bereitstellen
- Personal und Helfer vorab unterweisen
- bei Krankheit kein Einsatz im Lebensmittelbereich
Gerade bei Veranstaltungen mit ehrenamtlicher Unterstützung sollte hier besonders sensibilisiert werden.
Kühlung und Temperaturkontrolle - eine zuverlässige Kühlung ist das A und O:
- Kühlgeräte ausreichend dimensionieren
- direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
- Temperaturen regelmäßig überprüfen und – wenn möglich – dokumentieren
Speisen sinnvoll planen - nicht jede Speise eignet sich gleichermaßen für ein Sommer-Event:
- empfindliche Produkte (z. B. roheihaltige Speisen oder Hackfleisch) kritisch hinterfragen
- lieber häufiger frisch nachproduzieren statt große Mengen bereithalten
- Speisen vor äußeren Einflüssen wie Staub oder Insekten schützen
Eine einfache, klare Speisekarte hilft nicht nur organisatorisch, sondern reduziert auch Risiken.
Das große Ganze nicht vergessen
Neben der Lebensmittelhygiene sind weitere organisatorische Punkte zu bedenken für ein Public Viewing:
- ausreichende Sanitäranlagen
- funktionierendes Abfallkonzept
- sichere Besucherführung
- Einhaltung von Lärmschutzvorgaben
- Abstimmung mit Behörden und notwendige Genehmigungen
Nur wenn alle Bereiche zusammenspielen, entsteht eine rundum gelungene Veranstaltung.

Ein Public Viewing zur WM 2026 bietet großes Potenzial – für landwirtschaftliche Betriebe ebenso wie für andere Veranstalter/-innen. Wer frühzeitig plant, Abläufe klar strukturiert und die Hygienestandards konsequent umsetzt, schafft die Grundlage für ein sicheres und erfolgreiches Event.
Tipp: Gut vorbereitet mit einer Hygiene-Schulung
Wer sein Wissen im Bereich Lebensmittelhygiene auffrischen oder vertiefen möchte, sollte eine passende Schulung in Anspruch nehmen.
👉 Informationen zur Hygiene-Schulung der LWK Niedersachsen finden Sie hier
Wir wünschen allen viel Freude beim gemeinsamen Schauen der WM-Spiele, spannende Begegnungen und drücken der deutschen Mannschaft fest die Daumen für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft!












