Bezirksstelle Ostfriesland

Stoffstrombilanz und Möglichkeiten zur Reduzierung von N und P - Für tierhaltende Betriebe -

Sie ist nach dem Düngegesetz und der Düngeverordnung der letzte Baustein des neuen Düngepakets, welches die Bundesregierung 2017 auf den Weg gebracht hat. Mit der Stoffstrombilanzverordnung verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die Nährstoffflüsse in den Betrieben transparenter zu machen. Im Januar 2018 ist die Verordnung in Kraft getreten und seitdem sind die Stickstoff- und Phosphoraufnahmen sowie -abgaben des landwirtschaftlichen Betriebes bzw. der Biogasanlage zu dokumentieren und zu bilanzieren.

Gemäß der Verordnung sind Betriebe mit hohem Viehbesatz, flächenlose tierhaltende Betriebe sowie Biogasanlagen, die Wirtschaftsdünger aus zur Stoffstrombilanzierung verpflichteten Betrieben aufnehmen, verpflichtet eine Stoffstrombilanz zu erstellen. Und das bereits seit dem WJ 2018/19. Im Rahmen der StoffBilV wird derzeit lediglich die Bilanz der Stickstoffzufuhr und –abgabe im dreijährigen Mittel bewertet. Die Phosphor-Bilanzierung muss jeweils für den Dokumentationszeitraum vorliegen. Diese wird aber nicht über drei Jahre gemittelt und auch nicht bewertet.

Der Betriebsleiter hat sicherzustellen, dass im Durchschnitt der letzten drei Bezugsjahre der zulässige Bilanzwert von 175 kg N je Hektar und Jahr nicht überschritten wird oder der zulässige dreijährige betriebsindividuelle Bilanzwert um nicht mehr als 10% überschritten wird.

Nichts geht ohne Papier oder die digitale Aufzeichnung – ansonsten drohen Strafen. Viele Betriebe sind aktuell von der Stoffstrombilanzierung noch verschont, doch Tierhalter und WiDü aufnehmende Betriebe fallen schnell ins Raster. Als Referent wird der Berater für Nährstoffmanagement Herr Holger Oest von der LWK Niedersachsen erläutern, wen es betrifft, was gemacht werden muss und wie man mit einem Saldo umgehen soll, dass die N-Grenze oder den Bilanzwert überschreitet.

Inhalte

-    Was ist eine Stoffstrombilanz (SSB), wer ist dazu verpflichtet und wie wird sie ermittelt?
-    Beispiel für SSB an tierhaltendenden Betrieben
-    Möglichkeiten zur Reduzierung der N- und P-Salden mit Darstellung der konkreten Auswirkungen auf den Bilanzwert
-    Diskussion und Fragerunde

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Programm:

18.11.2021

19.00 - 21.00 Uhr
Stoffstrombilanz und Möglichkeiten zur Reduzierung von N und P - Für tierhaltende Betriebe -
Maria Kopka , LWK Niedersachsen

Ansprechpartner/in:

Maria Kopka
M.Sc.
Maria Kopka

Wirtschaftsberatung Biogas und Tierproduktion, Arbeitskreis Milchvieh, Arbeitskreis Biogas

 0531 28997-123

  maria.kopka~lwk-niedersachsen.de


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