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Landwirtschaftskammer war Projektpartner der Informationsplattform aniplus

Aniplus – ein spezieller Service für Tierhalter und ihre Tiere (Angebot eingestellt 30.04.2019)

Aniplus wurde als eine Informationsplattform für Tierhalter und Berater aufgesetzt, um zusätzlich zu deren vorherigen Bemühungen, bei geringstem Antibiotikaeinsatz, die Tiergesundheit und das Tierwohl in ihren Tierbeständen zu verbessern.

Die in der Branche aktiven Tierhalter, Tierärzte, Unternehmen und Fachbehörden dokumentierten durch ihre aktive Mitarbeit am Portal aniplus ihre Verantwortung hinsichtlich Tierschutz, Tierwohl und Verbraucherinteressen, indem sie gemeinsam ganz konkrete Lösungsvorschläge anboten.

Die Landwirtschaftskammer war Projektpartner von „aniplus“. Sie unterstützte mit ihren Fachleuten den Ansatz der Internetplattform, Tierhalter mit Fachartikeln darüber zu informieren, wie sie den Antibiotikaeinsatz reduzieren können. Über die auf aniplus zu veröffentlichenden Inhalte, aber auch die Gestaltung der Datenbank befand abschließend ein Fachbeirat, in dem die Landwirtschaftskammer ebenfalls vertreten war.

Maßgeschneiderte Informationen zur Tiergesundheit: aniplus versorgte Tierhalter mit maßgeschneiderten Informationen zur Tiergesundheit und unterstützte die Möglichkeit, betriebsindividuelle Vorschläge zusammenzustellen, um mit deren Umsetzung die Tiergesundheit im eigenen Bestand optimieren zu können. Die Informationen von aniplus zu einzelnen Krankheiten oder Symptomen unterstützten und ergänzten die individuelle Beratung des Hoftierarztes vor Ort. Alle Informationen des Portals hatten dabei einen Vorschlags-Charakter.

Maßnahmenpläne zur Antibiotikareduzierung: Tierhalter, die überdurchschnittlich häufig Antibiotika einsetzten und über der sog. Kennzahl 2 lagen, mussten in einem Maßnahmenplan darlegen, was sie unternehmen wollten, um die Tiergesundheit in ihrem Bestand zu verbessern und dadurch weniger Antibiotika einsetzen zu müssen. Der Tierhalter erstellte diesen Maßnahmenplan gemeinsam mit seinem Hoftierarzt und reichte ihn beim Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (laves) ein. Die Tierärzte des laves haben die Aufgabe, die Maßnahmenpläne zu überprüfen und auf ihre Eignung zur Reduktion der Antibiotikaanwendungen zu bewerten. Auch wenn das Antibiotikamonitoring zusätzlichen Bürokratieaufwand bedeutet, hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass Tierhalter, Hoftierärzte und Überwachungsbehörden gemeinsam miteinander daran arbeiten, die Tiergesundheit und das Tierwohl der für die Lebensmittelproduktion genutzten Tiere in Deutschland zu stärken. Dies trägt dazu bei, die Entstehung bakterieller Resistenzen zu senken. Zusätzlich kommt es unseren Tieren durch eine Verbesserung der Tiergesundheit zugute, und: von gesunden Tieren profitiert auch der Tierhalter.

Wissenschaft und Praxis aus dem Oldenburger Münsterland: Die Beiträge auf den Seiten von aniplus wurden von Experten aus Praxis und Forschung vor allem aus dem Oldenburger Münsterland erstellt. Es fanden sich allgemeine Artikel zu bestimmten Symptomen, aber auch weitergehende Texte zu einzelnen Krankheiten, Behandlungsmöglichkeiten und innovativen Tiergesundheitsstrategien aus den Unternehmen. Ergänzt werden die Beiträge durch Download-Angebote sowie individuell auswählbare Maßnahmen-Vorschläge, die der Tierhalter durchführen konnte, um ein bestimmtes Problem im Bestand zu lösen und allgemein die Tiergesundheit zu verbessern bzw. zu optimieren. Tierhalter konnten sich so am Ende ihrer Recherche eine Vorschlagsliste einschließlich einer detaillierten Beschreibung des Vorgehens beim Umsetzen der Maßnahmen zusammenstellen und ausdrucken lassen.


Kontakt:
Dr. Ludwig Diekmann
Leiter Fachbereich Tierzucht, Tierhaltung, Versuchswesen Tier, Tiergesundheitsdienste
Telefon: 0441 801-635
Telefax: 0441 801-634
E-Mail:
Dr. med. vet. Friedrich Delbeck
Fachtierarzt für Schweine
Telefon: 0441 801-640
Telefax: 0441 801-666
E-Mail:


Stand: 03.05.2019