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Verleihung des Niedersächsischen Staatsehrenpreises für Tierzucht an Familie Meyer in Kettenkamp

Am 28.November 2019 wurde der Staatsehrenpreis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht an den Rinderzuchtbetrieb Hartwig Meyer in Kettenkamp vergeben. Die Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast würdigte damit die herausragenden Erfolge und das besondere Engagement des Holsteiner-Züchters. Zu der Veranstaltung waren etwa 60 Gäste geladen.

Der Grundstein für die erfolgreiche Rinderzucht des Betriebes Meyer wurde bereits im Jahr 1980 gelegt- mit 15 Holstein-Kühen und 600 Schweinemastplätzen. Im Jahr 1983 wurde der erste Laufstall für Rinder mit 56 Liegeplätzen gebaut und die Schweinehaltung musste nur 6 Jahre später einem Jungviehboxenlaufstall mit 60 Plätzen weichen.

Mehr als zwanzig Jahre später kam dann die nächste Generation zum Zug: 2001 erfolgte die Übernahme des Betriebes durch Hartwig und Mechthild Meyer. In Kettenkamp stehen derzeit 230 Kühe und es werden 105 ha auf dem Betrieb Meyer bewirtschaftet. Unterstützt wird das Ehepaar Meyer von ihren drei Söhnen, den Eltern von Herrn Meyer sowie einigen Angestellten.

Die Milchviehhaltung wird mit besonders viel Herzblut betrieben- Sie gilt als eine der besten im Osnabrücker Zuchtgebiet. Dies wurde nicht nur in den Gesprächen mit Familie Meyer und dem geführten Betriebsrundgang klar. Auch die besonders ruhigen Kühe und Kälber wiesen auf eine besondere Mensch-Tier-Beziehung hin.

Neben einem herausragenden äußeren Erscheinungsbild beeindruckte die Herde mit Top-Werten in den Bereichen Milchleistung, Nutzungsdauer und Fruchtbarkeit. Erwähnenswert sind an dieser Stelle drei überregional bekannten Kühe: CS Megane (Fatal), CS Ramine (Aaron) und CS Puna (Storm) - alle waren mehrfach auf größeren Schauen erfolgreich. So präsentierte sich beispielsweise die Kuh Puna bei den Schwarzbunt-Tagen 2009 nach nur vier Laktationen mit einer Lebensleistung von 100.000 kg Milch in hervorragender Verfassung.

Der züchterische Standard auf dem Betrieb Meyer spiegelt sich in den Schauerfolgen, die in den letzten Jahren auf unterschiedlichster Ebene erreicht wurden:

  • Die rotbunte Milestone-Tochter Adria ging 1989 bei der Europaschau in Brüssel als Reserve-Siegerfärse vom Platz und war damit eine der erfolgreichsten deutschen Teilnehmerinnen überhaupt. Den Erfolg wiederholte sie im gleichen Jahr bei der Nationalschau in Oldenburg.
  • Die Blackstar-Tochter Amaryllis war Reserve-Siegerin auf den Internationalen Osnabrücker Schwarzbunt-Tagen 1994. Sie wurde später erfolgreich als Bullenmutter im Donor-Testprogramm der OHG geprüft. Zudem ist sie eine der ersten 100.000 Liter-Kühe im Betrieb Meyer.

Auch die Nachzuchten aus dem Betrieb Meyer sind herausragend:

  • 2011 erlangte die Torelli-Tochter Astella einen weiterer Reserve-Siegerpreis;
  • Anfang 2019 erreichte die Micah-Tochter Dagmar den Siegertitel bei den alten Kuhklassen bei den Internationalen Schwarzbunt-Tagen in Osnabrück.

Die Zahl der 100.000-Liter-Kühe hat über die letzten Jahre kontinuierlich zugenommen, so dass beispielsweise im ersten Quartal dieses Jahres bereits 4 neue Kühe die magische Grenze von 100.000 Liter überschritten haben. Dabei sind der hohe Kuhkomfort mit viel frischer Luft, geräumigen, gut eingestreuten Tiefboxen und allerbeste Futterqualität und ein ausgefeiltes Fütterungsmanagement bedeutende Faktoren.

Züchterisches Geschick, ein ausgezeichneter Blick für Tiere und ein wohldurchdachtes Management zahlte sich bereits 2006 aus- der Betrieb Meyer bekam den Milchlandpreis, die „Goldene Olga“ der Landesvereinigung Milchwirtschaft Niedersachsen e.V..

In der Preisverleihung hob die Ministerin Frau Otte-Kinast die züchterischen Erfolge und Verdienste der Züchterfamilie hervor. Dabei ging sie besonders auch auf das gute zwischenmenschliche Verhältnis der Familie Meyer mit ihren Mitarbeitern und die züchterischen Erfolge des Betriebes Meyer ein. Mit dem Staatsehrenpreis wird deshalb die Leistung der gesamten Familie Meyer gewürdigt, ohne deren gute Zusammenarbeit eine solche Leistung nicht möglich wäre.

Die Glückwünsche der Landwirtschaftskammer Niedersachsen übermittelte Herr Hermeling, Vizepräsident der LWK Niedersachsen.


Kontakt:
Dr. Anska Brötje
Auftragsangelegenheiten Tierzucht
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Stand: 02.12.2019