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Umstallen in den Legehennenstall

Von der Jung- zur Legehenne unter Beachtung der HACCP´s

Am 09.01.2020 war es soweit, die Junghennen verließen die Aufzucht in Richtung Legebetrieb. Pünktlich um 6:00 Uhr in der Frühe betrat das Ausstallunternehmen den abgedunkelten Stall. Schnell, aber äußerst vorsichtig, setzten die Männer und Frauen die Junghennen in die Rollcontainer und brachten diese zur Laderampe, von wo aus die Container auf den LKW geladen wurden, um in den nur 8 km entfernten Legebetrieb umzuziehen.

Der Besuch drei Tage zuvor hatte gezeigt, dass die Tiere mit einem Durchschnittsgewicht von 1501g und einer Uniformität von 88% in der 17 Lebenswoche deutlich über der Vorgabe (1369g) des Zuchtunternehmens lagen. So kann man von einem Reservepuffer bei den Leistungsdaten sprechen, der mögliche Schwankungen durch den Umstallungsstress abfangen kann. Der hieraus resultierende Vorteil für die Herde besteht darin, dass bei möglichen Gewichtsabnahmen der Tiere, kein Untergewicht zu Legebeginn an der Substanz der Tiere zerrt und diese dadurch in Stress versetzt.

Angekommen auf dem Legebetrieb wurden die Container umgehend auf die Abteile aufgeteilt und geöffnet, sodass die Hühner die Boxen verlassen konnten, um sich mit der neuen Umgebung vertraut machen zu können. Der Stall war sauber, desinfiziert und trocken. Die Tränkelinien waren frisch gespült, das Junghennenfutter aus dem Aufzuchtbetrieb war in der Futterlinie und das Beschäftigungsmaterial stand bereit.  

Nachdem die Legehennen die Container verlassen hatten und diese aus dem Abteil gerollt worden sind, wurde der Stall mit Strohhäcksel ausgestreut.

Da sich die Betriebsleiter abstimmten, konnte auf dem Legehennenbetrieb ein identisches Licht- und Fütterungsmanagement gefahren werden und der Rhythmus der Hühner blieb bestehen. Wer einmal versucht hat, die Zeitumstellung in seinem Legestall zu übernehmen, hat sofort gemerkt, dass Hühner Veränderungen im Tagesablauf nicht tolerieren. Somit sollten Verschiebungen vermieden und vor allem der Tagesbeginn zur gewohnten Zeit stattfinden. Hierzu ist es ratsam, sich mit dem Aufzüchter zu besprechen und den späteren Tagesablauf im Legebetrieb von Beginn an in der Herde zu integrieren. Je nach Haltungsform muss hierbei der Tageslichteinfall sowie der natürliche Lichttag beachtet werden. Da für die Tiere alles neu ist und die Junghennen mit 17 +4 Lebenswochen noch sehr jung sind, empfiehlt es sich, bei der Fütterung vorerst keine Neuerungen einzusetzen. Das Junghennenfutter sollte über die ersten Tage verfüttert und ab dem dritten Tag langsam mit dem Vorlegefutter verschnitten werden. So können die Hennen ihr gewohntes Futter aufnehmen und sich dann umgewöhnen.

Zu Beginn der 19 Woche zeigten sich die Hühner gut eingelebt in dem neuen Stall. Die Verteilung war gleichmäßig und das erfasste Durchschnittsgewicht von 1665g bei einer Uniformität von 86% war ein Top Ergebnis. Der Lichttag beträgt jetzt 12 Stunden und wurde über die letzten zwei Wochen um zwei Stunden verlängert. Angestrebt wird ein Lichttag von 15 Stunden bis zur 25 Woche.

Interessant: Der Legehennenbetrieb verfügt über ein Schienensystem unter der zweistöckigen Anlage. Das verschafft dem Legehennenbetreuer die Möglichkeit, Beschäftigungsmaterial und andere Dinge ohne größere Anstrengung im Stall zu verteilen. Zusätzlich verfügt der Betrieb über eine automatische Körnerfütterung im Kaltscharrrau, um die Hennen auch hier immer wieder beschäftigen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Projekt: Layer HACCP Konzept

Förderkennzeichen: 2817MDT200

 


Kontakt:
Axel Nording
Layer HACCP
Telefon: 0441 801-368
Telefax: 0441 801-634
E-Mail:
Dr. Peter Hiller
Tierzucht, Tierhaltung
Telefon: 0441 801-696
Telefax: 0441 801-634
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Stand: 02.04.2020