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Niedersachsen kürte seine besten Melker

Im zweijährigen Turnus findet der Landesmelkwettbewerb, organisiert von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, statt. Der Melker-Nachwuchs zeigte in der vergangenen Woche im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum in Echem sein Können.

Die 12 Teilnehmer, 6 Männer und 6 Frauen, hatten sich über Regional- und Bezirksentscheide qualifiziert und aus anfänglich ca. 300 Teilnehmern, zumeist aus dem 3. Ausbildungsjahr, viel Konkurrenz hinter sich gelassen.

Wie in den Vorjahren war das Medieninteresse groß – fast alle Radiosender berichteten über dies Ereignis. Eine gute Gelegenheit, um öffentlichkeitswirksam über Milchviehhaltung und die Anstrengungen zur Gewinnung von Qualitätsmilch zu berichten.

Nach dem theoretischen Teil mit Beantwortung von 20 Fachfragen aus dem Bereich rund ums Rind, ging es nach dem Überstreifen der Melkerkluft an das praktische Melken. Entgegen vorheriger Wettbewerbe kannten die meisten Teilnehmer den Doppel 8er Melkstand schon aus ihrer überbetrieblichen Ausbildung im LBZ.

Die Auszubildenden hatten unter den strengen Augen von je 2 Richtern jeweils 6 Kühe zu melken und danach bei 2 Kühen einen Eutergesundheitstest (Milchzelltest) durchzuführen.

Die beiden Richtergruppen konnten beim Melken auf einer Bewertungscheckliste bis zu 90 Punkte vergeben. Bewertet wurde zunächst der Eindruck des Melkers, danach gab es Punkte für die Funktionskontrolle der Melkeinheiten und das Ansprechen der Kuh, das Abmelken in einen Vormelkbecher und Prüfen der Milch und das korrekte Ansetzen des Melkzeugs. Punkten konnten die Kandidaten mit einer guten Zeiteinteilung und der Sauberkeit des Arbeitsplatzes um die Kuh herum. Die Bewertung der Melkleistung orientierte sich an einer in den Tagen vorher gemessenen Referenzzeit der entsprechenden Einzelkuh. Für den Wettbewerbstag standen also sehr gute Vergleichszahlen aus der EDV der Melkanlage des Betriebes zur Verfügung, woran die Melkleistung der Teilnehmer gemessen wurde. Schließlich spielten Gewandtheit und die Kontrolle des Ausmelkgrades bei der Gesamtbewertung  eine Rolle.  Letztlich war die Entscheidung in der Spitze sehr knapp. Die Punktzahl der 3 besten Teilnehmer der jungen Melkerelite bewegte sich zwischen 115 und 95 Gesamtpunkten, bei einer möglichen Höchstpunktzahl von 130.

Bei der anschließenden Siegerehrung durch Kreislandwirt Adolf Tebel wurde Janika Waller aus Brobergen (Ausbildungsbetrieb Oliver Diercks, Kirchwalsede) strahlende Siegerin vor Johannes Pues aus Glandorf (Ausbildungsbetrieb Bißmeyer GbR, Melle). Dritte wurde Ida Krüwel aus Hasbergen (Ausbildungsbetrieb Mathias Pues, Glandorf). Alle drei werden nun Niedersachsen beim Bundeswettbewerb Melken vertreten, der von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) organisiert wird und in diesem Jahr ebenfalls in Niedersachsen, im LBZ Echem, stattfindet. Hier treten dann 36 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie Melker aus der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Belgien gegeneinander an.


Kontakt:
Heidi Meine-Schwenker
Rindermast, Tierschutz Rind, Tiertransporte, Leistungs- und Qualitätsprüfung Milch
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Stand: 02.05.2018