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Mischfutterqualität in Niedersachsen - Ergebnisse der VFT- Untersuchungen 2017

Mischfuttermittel haben für unsere niedersächsische Landwirtschaft einen enormen Stellenwert. Mit mehr als 7,3 Mio. t Rinder- und Schweinefutter im Jahr 2016 wurden   44 % der deutschen Produktion in Niedersachsen/Bremen hergestellt (DVT, 2017). Für den sachgerechten Einsatz benötigen Tierhalter Informationen über die Futterqualität. Auskunft geben neutrale Futtermitteltests wie der Verein Futtermitteltest e.V. (VFT) in Bonn. Er kontrolliert Mischfutter für Rinder, Schweine, Geflügel, Pferde und Schafe. In Niedersachsen ist die Landwirtschaftskammer für die Überprüfung vor Ort zuständig. Sie koordiniert die Probenahme, die in landwirtschaftlichen Betrieben, im Handel und in Herstellerwerken erfolgt. Das Prüfkonzept umfasst die Kontrolle der Deklaration und die fachliche Bewertung nach dem Einsatzzweck, wobei letztere die Fütterungshinweise mit einbezieht und auf wissenschaftlich abgestimmten Richtwerten beruht. Die Testfutter werden abschließend in drei Gruppen eingestuft. Gruppe 1 stellt die beste Qualität dar, Futter der Gruppe 2 weisen leichte Mängel und die der Gruppe 3 deutliche Mängel auf. Die Ergebnisse werden in der Fachpresse und im Internet veröffentlicht.

90 % der Futter ohne Beanstandung

Im letzten Jahr wurden insgesamt 205 Mischfutter (Vorjahr 196) überprüft, darunter auch sieben Pferde-, drei Schaf- und erstmals sieben Putenmastfutter. Da die Ergebnisse der  Pferde- und Schaffuttertests bundesweit vom VFT unter www.futtermitteltest.de veröffentlicht werden, gehen nachfolgend nur die Rinder-, Schweine- und Legehennenfutter in die Bewertung ein. Die Ergebnisse haben sich gegenüber dem Jahr 2016 etwas verbessert, so erreichten von den 188 Futtern 89,9 % die beste Bewertung, während   4,8 % durch erhebliche Mängel gekennzeichnet waren (Tabelle). Im Vorjahr waren 88 % der Futter ohne Beanstandung.

Mit 43 % der Proben lag der Schwerpunkt der Kontrollen wie bisher beim Milchleistungsfutter. Von diesen erreichten 90 % die beste Bewertung, im Jahr zuvor waren es 92 %. Beim Schweinefutter insgesamt wiesen 88 % keine Abweichungen auf. Gründe für die Abwertung der Mischfutter waren überwiegend ein zu hoher oder zu knapper Calciumgehalt sowie eine Unterschreitung des Energiegehaltes bzw. eine fehlende Energieangabe im Schweinemastfutter.

Bewertung der Mischfutter im Jahr 2017

 

Anzahl Proben

Gruppe 1

Gruppe 2

Gruppe 3

Milchleistungsfutter

Rindermastfutter

Kälberaufzuchtfutter

Schweinemastfutter

Ferkelaufzuchtfutter

Sauenfutter

Legehennenfutter

80

21

12

24

15

20

16

72

20

11

19

14

19

14

5

1

1

 

1

1

1

3

 

 

5

 

 

1

Gesamt

188

169

10

9

 

 


Kontakt:
Andrea Meyer
Fütterung von Rindern und Schweinen, Futterberatungsdienst e.V.
Telefon: 0511 3665-4479
Telefax: 0511 3665-4525
E-Mail:


Stand: 03.07.2018