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Maissilagequalität 2018: Erste Ergebnisse

Bisher wurden 237 Maissilagen von der LUFA Nord-West ausgewertet. Die Dürre hat ihre Spuren hinterlassen, was schon am Trockenmassegehalt von 38 % zu erkennen ist.

Derart hohe TM-Gehalte erschweren eine ausreichende Verdichtung der Silagen, wodurch das Risiko von Nacherwärmungen zunimmt. Die Energiegehalte liegen mit 6,4 MJ NEL bzw. 10,7 MJ ME/kg TM deutlich unter den Werten vom letzten Jahr. Der niedrige Stärkegehalt von 24 % ist nur ein Orientierungswert, denn der Anteil kolbenarmer oder kolbenloser Pflanzen ist nicht bekannt. Der Zuckergehalt der Maissilagen wird nicht standardmäßig untersucht, in einigen Frischmaisproben wurden hohe Werte von etwa 11 bis 23 % (Mittel 17 % der TM) analysiert. Was die Faserversorgung anbetrifft, liegen der Rohfaser- und der NDF-Gehalt über den Werten aus 2017. Allen Betrieben ist zu empfehlen, ihre Maissilagen auch auf Phosphor analysieren zu lassen, damit im Rahmen der Stoffstrombilanz mit eigenen Werten gerechnet werden kann. Die Streubreite von 1,6 bis 3,8 g P je kg TM zeigt die Notwenigkeit der Untersuchung.

237  Proben

 

Mittelwert

von - bis

Trockenmasse

Rohprotein

nXP

RNB

Rohfett

Rohfaser

ADFOM

NDFOM

Stärke

Beständige Stärke

NEL

ME

ELOS

Strukturwert

Rohasche

Calcium 1)

Phosphor

Natrium

Magnesium

Kalium

pH

%

% i. TM

g/kg TM

g/kg TM

% i. TM

% i. TM

% i. TM

% i. TM

% i. TM

% i.TM

MJ/kg TM

MJ/kg TM

% i. TM

 

% i. TM

% i. TM

% i. TM

% i. TM

% i. TM

% i. TM

 

38,3

  8,0

130

 -7,9

  3,1

21,9

26,2

45,9

24,2

  3,3

  6,4

10,7

64,1

  1,9

  4,6

0,32

0,21

<0,02

0,16

1,62

  4,0

25,9 –  88,4

6,5 –  10,3

120 – 140

-10,9 –  -3,8

2,2 – 4,0

14,9 – 27,4

18,8 – 31,3

31,5 – 56,5

7,2 – 42,5

0,7 – 6,3

5,7 – 7,2

9,7 – 11,8

55,9 – 74,0

1,2 – 2,4

2,7 – 6,5

0,18 – 0,78

0,16 – 0,38

<0,02 – 0,02

0,10 – 0,24

0,95 – 3,39

3,6 – 5,4

Auswertung bis zum 27.9.2018     1) Mineralstoffgehalte: 45 Proben

In diesem Extremjahr fehlt es nicht nur an Stärke, sondern auch an Futtermenge. Abschließend ist noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Betriebe ihre Rationsgestaltung nur mit eigenen Analysen vornehmen und sich nicht auf die oben aufgeführten Werte oder gar auf Tabellenwerte verlassen sollten.


Kontakt:
Andrea Meyer
Fütterung von Rindern und Schweinen, Futterberatungsdienst e.V.
Telefon: 0511 3665-4479
Telefax: 0511 3665-4525
E-Mail:


Stand: 01.10.2018