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Auswirkungen proteinreduzierter Futtervarianten auf die Nährstoffbilanzierung und Mastleistung von Masthühnern

Im Jahr 2017 wurde die neue Düngeverordnung (DüV) in Deutschland verabschiedet, in der auch Nährstoffausscheidungen von Jungmasthühnern aufgeführt sind. Die seit Januar 2018 geltende Stoffbilanzverordnung fordert den Vergleich von Nährstoffzufuhr und Nährstoffabfuhr eines Betriebes. Die Ausscheidungswerte für Stickstoff gemäß DüV stellen bei gegenwärtiger Fütterungspraxis viele Betriebe vor große Herausforderungen, da sie über die Gesamtheit der Betriebe schwer einzuhalten sein werden.

Neben der Reduktion der Tierzahlen bzw. der Durchgänge pro Jahr kann die Absenkung des Futterproteins bei gleichzeitiger Optimierung der Aminosäuren-versorgung eine wirkungsvolle Strategie darstellen, bestehende Stallplatzzahlen auch künftig voll auszunutzen. Ein innovativer Ansatz ist hier durch die Zulage von essentiellen (Valin, Isoleucin) bzw. halb-essentiellen Aminosäuren (Glycin) denkbar. Der Zusammenhang zwischen einer Reduzierung des Rohproteingehaltes im Futter und den Ammoniakemissionen aus dem Stall ist wissenschaftlich belegt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass es möglich ist, den Roh-proteingehalt im Futter soweit abzusenken, dass eine 20-%ige Minderung der Ammoniakemissionen aus Hähnchenställen auch ohne Abluftreinigungsanlagen praktikabel sowie rentabel ist. Gleichzeitig ist zu klären, inwieweit eine Rohproteinreduzierung im Futter die biologischen Leistungen der Tiere beeinflusst.

Im vorliegenden Versuch sollte geprüft werden, wie sich eine proteinreduzierte Fütterung auf die Leistung und N-Ausscheidung von Jungmasthühnern auswirkt.

Den gesamten Versuchsbericht entnehmen Sie bitte der angehängten pdf-Datei.


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Tierzucht, Tierhaltung
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Stand: 03.05.2018