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Es kreucht und fleucht – Insektizideinsatz im Spargel

Ende April ist es wieder so weit: die Spargelfliege dreht ihre Runden im Spargel. Was bei der Schaderregerbekämpfung und der Zulassung von Insektiziden dieses Jahr zu beachten ist, erfahren Sie im folgenden Artikel. Am Ende des Artikels finden Sie eine Liste mit den aktuell im Spargel zugelassenen Insektiziden.

Spargelfliege und Spargelhähnchen sind die wichtigsten Schädlinge im Spargelanbau. Mit dem Wissen um deren Biologie und um wirksame Insektizide kann man sie wirksam bekämpfen.

Flugzeitraum der Spargelfliegen

Auf sehr frühen Standorten wurden vereinzelte Fliegen in diesem Jahr bereits am 8. April gefangen, doch der Start der Hauptflugphase begann erst nach Ostern. Gefährdet sind die Anlagen erst während der Aufwuchsphase. Zum jetzigen Zeitpunkt also diesjährige Neupflanzungen oder Anlagen die dieses Jahr nicht beerntet werden. Ab dem 1. Mai, wenn die zwei- und dreijährigen Anlagen aus der Beerntung genommen werden, sind auch sie befallsgefährdet.

Für die Befallsgefährdung spielt die Nähe zu Ertragsanlagen mit letztjährigem Befall eine große Rolle. Gestützt auf die intensiven Beobachtungen der letzten Jahre lässt sich mittlerweile sicher sagen, dass ein Zuflug der Spargelfliegen aus etablierten Anlagen in durchtreibende Anlagen über mindestens 400 m möglich ist. Die Tiere bewegen sich dabei aktiv zu den austreibenden Stängeln und halten sich im ersten Jahr vorwiegend in den Randbereichen der Anlagen auf. Auf Basis dieser Erkenntnisse könnten sich neue Bekämpfungsansätze entwickeln lassen, die gerade unter den Bedingungen der immer schwieriger werdenden Zulassung von Insektiziden, dringend benötigt werden.


Den vollständigen Artikel finden Sie in der PDF-Datei im Anhang.


Kontakt:
Dr. Alexandra Wichura
Leiterin Pflanzenschutz im Gemüse- und Obstbau
Telefon: 0511 4005-2173
Telefax: 0511 4005-3173
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Stand: 10.05.2019