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Mit Sonderkulturen den schnellen Euro verdienen?

Der Anbau von Sonderkulturen ist wirtschaftlich meist ziemlich interessant. Doch bevor man investiert, sollten einige Fragen geklärt sein, auch im Bereich des Pflanzenschutzes, sonst kann man schnell viel Geld verlieren. Lesen Sie woran Sie im Vorfeld denken sollten.

Viele landwirtschaftliche Betriebe suchen Alternativen zu den klassischen Ackerbaukulturen, um den Betrieb breiter aufzustellen und wirtschaftlich abzusichern. Attraktiv sind Kulturen, die nicht jeder hat - und auch nicht jeder anbauen kann. Neben den relativ klassischen Feldgemüsekulturen wie Zwiebeln und Möhren, sind verschiedene Arznei- und Aromapflanzen und spezielle Gemüsekulturen, wie Knoblauch, Süßkartoffeln oder Goji-Beeren für den Anbau interessant. Auch zu den Ackerbaukulturen zählender Quinoa oder zum Obstbau zählende Aronia-Beeren sind momentan gefragt. Doch neben dem Spezialwissen um die Kulturführung, den meist ebenfalls notwendigen Investitionen in Spezialtechnik, ist auch Wissen um den Pflanzenschutz gefragt. Hierzu sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen.

Absatzwege klären

Wie und wohin vermarkte ich mein Produkt? Diese Frage scheint so simpel und essenziell, dass man meinen könnte, sie braucht hier nicht erwähnt werden. Häufig ist diese Frage auch von vorneherein geklärt. Allerdings kommt es auch immer wieder vor, dass Enthusiasten mit dem Anbau einer Sonderkultur beginnen, ohne den späteren Absatzweg geklärt zu haben.

Auch wenn es sich bei diesem Punkt vorrangig um einen ökonomischen Faktor handelt, so können je nach Absatzweg die Anforderungen an das Erzeugnis und damit auch an den Pflanzenschutz recht unterschiedlich sein.

Gesetzliche Anforderungen
Die in Lebensmitteln maximal zulässigen Rückstandshöchstgehalte (RHG) von Pflanzenschutzwirkstoffen sind in der EU einheitlich über die VO (EG) 396/2005 produktspezifisch geregelt. Ist kein spezieller Wert festgesetzt, so gilt automatisch eine Grenze von 0,01 mg/kg. Dies bedeutet 0,01 mg Wirkstoff pro 1 kg des jeweiligen Erzeugnisses. Die aktuell gültigen RHG werden in Form einer Datenbank zusammengestellt, die unter http://ec.europa.eu/food/plant/pesticides/ öffentlich zugänglich ist. Grundsätzlich gilt, dass Lebensmittel nur in Verkehr gebracht werden dürfen, wenn die gültigen RHG eingehalten werden.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in der beigefügten PDF-Datei im Anhang.


Kontakt:
Dr. Alexandra Wichura
Leiterin Pflanzenschutz im Gemüse- und Obstbau
Telefon: 0511 4005-2173
Telefax: 0511 4005-3173
E-Mail:


Stand: 29.05.2019