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Herbizidanwendung in Spargel-Ertragsanlagen nach dem Stechen - Ertragssichernde Maßnahme für das nächste Jahr

Die Unkrautbekämpfung gehört in Spargelanlagen nach dem Stechen zu den wichtigsten Kulturmanßnahmen.


Der Spargel nutzt nach dem Stechen im Wachstum der Pflanzen die Zeit zur notwendigen Regeneration und zum Sammeln von Reservestoffen. Diese wichtige Phase darf nicht durch Verunkrautung gestört werden, denn fehlendes Wasser, Nährstoffe und Licht führt zu einer Schwächung der Spargelpflanzen und kann einen verminderten Ertrag im nächsten Jahr zur Folge haben. Außerdem verzögert dichter Unkrautbewuchs ein Abtrocknen der Bestände und erhöht somit die Infektionsgefahr mit Pilzkrankheiten. Deshalb gehört die Unkrautbekämpfung nach dem Stechen in den Spargelanlagen zu den wichtigsten Kulturmaßnahmen.

Durch mehrmalige mechanische Bearbeitung zwischen den Reihen kann auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet werden, sofern im Betrieb Hacke, Grubber, Striegel oder Fräse zur Verfügung stehen. Dieses Vorgehen ist auch immer am schonendsten, wenn dabei nicht im stärkeren Umfang die Wurzeln der Spargelpflanzen beschädigt werden. Herbizideinsatz ist jedoch meist unumgänglich, wenn die betrieblichen Kapazitäten für aufwändige mechanische Maßnahmen begrenzt sind, die Kosten für deren Durchführung zu hoch sind oder das Wetter einfach nicht mitspielt.

Die richtige Terminierung ist wichtig
Je nach technischer Ausstattung des Betriebs sollten nach dem Ende der Ernte vor dem Durchstoßen und/oder nach dem Aufwachsen der Triebe im Unterblattspritzverfahren Unkrautbekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. Im Spargel ist eine breite Palette an Herbiziden zugelassen.

Den vollständigen Artikel und eine Tabelle mit den zugelassenen Herbiziden in Spargelertragsanlagen (Stand Mai 2019) finden Sie als PDF-Datei im Anhang.

 


Kontakt:
Manfred Kettel
Berater Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Telefon: 05021 9740-135
Telefax: 05021 9740-138
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Stand: 13.08.2019